Neues Volksblatt: "Schulterschluss" von Markus EBERT

Ausgabe vom 15. Jänner 2013

Linz (OTS) - Zeit der Erkältungskrankheiten und der Grippe, dazu winterliche Verhältnisse, die den einen oder anderen zusätzlichen Ausrutscher zur Folge haben: Für Gedränge in den Arztordinationen ist da gesorgt. Wenn es daher der ärztlichen Standesvertretung bei ihrem morgigen Protest (Bericht dazu Seite 7) tatsächlich um die Information der Bevölkerung geht, dann sollte sie ihre Mitglieder arbeiten lassen. Wo sonst als in der Ordination kann der Arzt dem Patienten näher bringen, was ihn an der politischen Vereinbarung über die Gesundheitsreform stört. Noch dazu, wo die Ärzte ja höchstes Vertrauen genießen.
Dass man lieber vier Fünftel der Ordinationen dicht macht und auf die Straße geht, ist freilich auch angesichts bester Umfragewerte für das Gesundheitswesen in Oberösterreich nur schwer zu verstehender Aktionismus. Auf den man im Übrigen im restlichen Österreich sehr gut verzichten kann, obwohl der Widerstand gegen die Gesundheitsreform ursprünglich bundesweit angelegt war.
Zu hoffen ist, dass die Ärztevertreter morgen so viel Dampf ablassen, dass weitere Protestaktionen überflüssig werden. Das heißt ja nicht, dass man Bedenken einfach vom Tisch wischt, vielmehr sollen sie am Verhandlungstisch liegen und auch dort behandelt werden. Der Schulterschluss, der im Kampf um eine eigene Mediziner-Ausbildung in OÖ möglich ist, sollte auch in diese Frage Vorbild sein.

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