AK Tumpel verärgert: Thermische Sanierung läuft weiterhin falsch

"Auch Sanierung von Mietwohnungen muss gefördert werden"

Wien (OTS) - Bei der Vergabe der Bundesmittel für die thermische Sanierung von Wohngebäuden soll es 2013 gegenüber dem letzten Jahr kaum Änderungen geben. "Wirtschafts- und Umweltminister lernen nicht aus den Fehlern. Unsere Vorschläge, vor allem Sanierungen im Bereich der Mietwohnungen zu fördern, wurden wieder nicht berücksichtigt", zeigt sich AK-Präsident Herbert Tumpel verärgert.

"Über 40 Prozent der Wohnungen in Österreich sind Mietwohnungen, aber ihr Anteil an den Förderfällen war 2012 nicht einmal 4 Prozent", kritisiert AK Präsident Herbert Tumpel. Im Jahr 2012 wurden vom Bund 70 Millionen Euro für die thermische Sanierung von Wohngebäuden zur Verfügung gestellt, aber nur etwa 50 Millionen Euro wurden nachgefragt. "Dass der Bund auf dem Geld sitzen bleibt - 'Guthaben' nennen Wirtschafts- und Umweltminister die nicht abgerufenen Mittel -liegt unter anderem daran, dass die Förderung zum größten Teil für Ein- und Zweifamilienhäuser und für Häuser mit Wohnungseigentum vergeben werden", so Tumpel.

Gefördert werden zum Beispiel Wärmedämmung, Fenstertausch oder Erneuerung von Heizungen. Durch die Gestaltung der Richtlinien ist die Förderung der Sanierung von Häusern mit Mietwohnungen allerdings fast ausgeschlossen. Das stellt eine gewaltige Schieflage dar - vor allem unter dem Gesichtspunkt der Verteilungsgerechtigkeit, da der Anteil von Menschen mit geringem Einkommen in Mietwohnungen höher ist, als im Haus- bzw. Wohnungseigentum.

Wirtschafts- und Umweltminister wollen die Fördersätze für die Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern und von Eigentumswohnungen nun weiter erhöhen. "Stattdessen soll endlich der Bereich der Mietwohnungen angegangen werden", fordert Tumpel. "So kann der bestmögliche Effekt für die österreichische Volkswirtschaft und gleichzeitig für leistbares Wohnen und zur Bekämpfung der Energiearmut erzielt werden."

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