AKS: Diskriminierung von Kindern darf nicht die Lösung sein

AKS kritisiert diskriminierende Vorschläge zur Sprachförderung seitens der Konservativen

Wien (OTS) - "Es liegt auf der Hand, dass es einen dringenden Handlungsbedarf gibt", äußert sich Tatjana Gabrielli, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen (AKS), zum Thema Sprachförderung. "Dies darf jedoch auf keinen Fall bedeuteten, Kinder mit einem Sprachdefizit von anderen Schüler_innen zu trennen!" Für die Schüler_innenvertreterin ist klar, dass nur eine ganztägige Gesamtschule Kinder bestmöglich fördern kann: "Kinder lernen am besten von- und miteinander. Natürlich müssen aber auch die Strukturen verändert werden, in denen Schüler_innen sich ihr Wissen aneignen."

Die AKS fordert seit Jahren eine Umstrukturierung des Unterrichts -weg vom 50- Minuten-Frontalunterricht hin zu Gruppenarbeiten und modularen Stundenplänen. Außerdem spricht sich die AKS für das Prinzip des Team-Teachings aus, um individuelle Förderung auch wirklich zu gewährleisten.

Dass es Fördermaßnahmen bereits im Kindergarten geben muss und Lehrpersonen auch in jenem Gebiet besser ausgebildet werden müssen, steht für Gabrielli außer Frage. "Selektion und Zwangskurse sind aber keine sinnvolle Maßnahme. Die Sprachförderung muss langfristig in den Unterricht eingebaut werden und darf nicht zu einem Mittel gemacht werden, um Eliten zu schaffen und Kinder mit Schwächen auszusortieren."

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Tatjana Gabrielli
Bundesvorsitzende der AKS
Tel: 0699 11408142
Mail: tatjana.gabrielli@aks.at

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