"kreuz und quer" über "Das Wunder der Anden"

Am 15. Jänner die wahre Geschichte über einen Tabubruch

Wien (OTS) - Am 12. Oktober 1972 startet in Montevideo eine Maschine der uruguayischen Luftwaffe in Richtung Santiago de Chile. An Bord sind Mitglieder und Betreuer der Rugbymannschaft von Carrasco, einem reichen Vorort Montevideos, sowie Angehörige der Spieler. Von den 45 Passagieren sind die meisten kaum dem Teenageralter entwachsen. Die Mannschaft soll an der chilenischen Küste ein Freundschaftsspiel austragen. Doch das Flugzeug erreicht niemals seinen Zielort. Der Film von Gonzalo Arijón steht am Dienstag, dem 15. Jänner 2013, um 22.30 Uhr in "kreuz und quer" auf dem Programm von ORF 2.

Der drohende Tod führte zu Tabubruch

Zehn Tage nach dem Absturz des Flugzeugs stellen die Behörden die Suche ein. Doch es gibt 16 Überlebende, für die hoch oben in den Anden die Nahrungsmittel zur Neige gehen. Sie sehen sich gezwungen, ein wesentliches Tabu der Menschheit zu brechen. Nach ihrer kaum noch erwarteten Rettung bekennen sie sich öffentlich dazu, das Fleisch ihrer toten Kameraden gegessen zu haben. Bei einer Pressekonferenz bekannte einer der Überlebenden: "Es kam der Tag, an dem wir nichts mehr zu essen hatten, und wir haben uns gesagt, dass Christus uns den Weg gezeigt hatte, indem er seinen Jüngern beim Abendmahl seinen Leib und sein Blut darbot, und dass wir es den Jüngern gleichtun sollten:
Wir sollten seinen Leib und sein Blut nehmen, verkörpert durch unsere bei dem Unfall verstorbenen Freunde. Für jeden von uns war dies wie eine innige Kommunion, die uns geholfen hat, zu überleben."

Eine Geschichte, die die Welt erschütterte

In mehr als 4.000 Metern Höhe spielte sich in den Kordilleren der Anden eine der außergewöhnlichsten Geschichten des 20. Jahrhunderts ab - eine Geschichte von Solidarität, Courage und Opferbereitschaft, die die Welt erschütterte. Regisseur Gonzalo Arijon über "Das Wunder der Anden": "Mehrere der Überlebenden sind meine Freunde. Wir verlebten dieselbe unbeschwerte Jugend. Ich war schockiert, als sie plötzlich verschwanden, und völlig fassungslos, als sie ins Leben zurückkehrten. Ganze Nächte lang lauschte ich ihren Erzählungen, in denen das Erlebte ständig wiederkehrte. Ihre tragische - aber auch fantastische - Geschichte verfolgte sie tagein, tagaus, Jahr um Jahr. Bis heute. 30 Jahre nach den Geschehnissen, schlug ich vor, diesen Film zu drehen - eine Geschichte, die zeigt, wie Menschen über sich selbst hinauswachsen können und wie wichtig Freundschaft und Solidarität in extremen Situationen sind."

Die Szenen, in denen der Flugzeugrumpf nach dem Crash "nachgestellt" wurde, wurden von César Charlone im Super-16-Format gefilmt. Charlone war Chefkameramann bei Fernando Meirelles' Film "Der ewige Gärtner" und erhielt einen Oscar für die "Beste Kamera" für "City of God", ebenfalls von Meirelles. Charlone wollte bei "Das Wunder der Anden" mitwirken, denn er stammt aus Uruguay und hätte eigentlich auch in dem Flugzeug sitzen sollen.

"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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