Bundeskanzler Faymann: Europa muss Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit gemeinsam vorantreiben

Slowakischer Premierminister Robert Fico zu Arbeitsgespräch bei Bundeskanzler Werner Faymann

Wien (OTS) - "Sowohl für Österreich als auch für die Slowakei ist die gemeinsame Bekämpfung der unerträglich hohen Arbeitslosigkeit in Europa ein zentrales Anliegen. Dafür müssen wir das Wachstum ankurbeln und spezielle Maßnahmen besonders gegen die Jugendarbeitslosigkeit setzen", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Montag, nach einem Arbeitsgespräch mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico im Bundeskanzleramt. "Um in Bildung, Forschung und Entwicklung investieren zu können, brauchen wir aber die nötigen Mittel. Wir müssen zwar einerseits sparen wo es geht, müssen aber andererseits auch neue Einnahmequellen wie die Finanztransaktionssteuer erschließen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe in Europa, diese Herausforderung zu bewältigen", so Faymann.

Faymann betonte zudem die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarländern. "Die Slowakei und Österreich sind wirtschaftlich sehr eng verflochten. Rund 2.000 österreichische Betriebe, zumeist kleinere und mittlere Unternehmen, sind in der Slowakei tätig", so der Bundeskanzler.

Während die Regierungschefs beider Länder in vielen politischen Fragen sehr ähnliche Zugänge hätten, sei man in der Frage der Kernenergie nicht einer Meinung. "Diese Frage trennt uns. In Österreich ist man der tiefen Überzeugung, dass die Atomkraft keine nachhaltige Energieform darstellt. Ich bin überzeugt davon, dass diese Form der Energiegewinnung gegenüber unseren Enkelkindern und den nachfolgenden Generationen nicht verantwortbar ist. Das hat nicht zuletzt das Unglück von Fukushima gezeigt. Eine Energiewende in Europa muss möglich sein", sagte der Kanzler mit dem Verweis auf konkrete Maßnahmen, die in Deutschland zum Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen wurden.

Auf Nachfrage zur weiteren Entwicklung in der Eurozone sagte der Bundeskanzler: "Die Europäische Union muss hier Einigkeit zeigen. Das Ausscheiden eines Landes aus der Eurozone wäre mit einem großen Vertrauensverlust für die gesamte Währungsunion verbunden. Wichtig ist jetzt, dass Griechenland seine Aufgaben erfüllt, denn eine Rettung kann nur funktionieren, wenn beide Seiten aufeinander zugehen."

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