Walser zum Nationalen Bildungsbericht: Der Daten sind genug gewechselt, lasst uns endlich Taten sehn!

Staatssekretär Kurz und Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl neuerlich widerlegt

Wien (OTS) - "Das Kapitel 6 des heute veröffentlichten Nationalen Bildungsberichts über Mehrsprachigkeit möchte ich Staatssekretär Kurz und Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl besonders ans Herz legen", betont Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen. "Darin wird auf die besondere Wichtigkeit einer kontinuierlichen Sprachförderung während der gesamten Bildungslaufbahn hingewiesen und ein individuelles Recht auf Sprachförderung gefordert", fasst Walser die wichtigsten Forderungen der ExpertInnen zusammen: "Das widersprich diametral dem, was Kurz und Brandsteidl wollen!"

Entgegen den Beteuerungen im Regierungsprogramm, wonach sowohl die Sprachkompetenz in Deutsch als auch die Muttersprache besonders wichtig sind und gezielt gefördert werden müssten, entstehen in Österreich Probleme durch die "Unentschiedenheit auf Seiten der Entscheidungsträger/innen, die sich in widersprechenden Signalen und mangelnder Kohärenz ausdrückt", zitiert Walser aus dem Bericht.

"Was wir brauchen, ist ein wertschätzender Umgang mit den Kompetenzen, die Kinder in ihre Bildungslaufbahn mitbringen, gezielte und durchgehende Förderung im Bedarfsfall, echte Kooperation zwischen Kindergarten und Schule um den Übergang harmonisch zu gestalten und eine durchgehende Förderung von SchülerInnen mit Sprachproblemen in der Unterrichtssprache", umreißt Walser die durch den Bericht bestätigten Grünen Forderungen. "Selektion und Crash-Kurse sind keine geeigneten Mittel, um SchülerInnen aus benachteiligten Familien faire Chancen auf höhere Bildung zu ermöglichen. Sie brauchen während der ganzen Bildungslaufbahn Unterstützung. Das gelingt am besten in einer ganztägigen gemeinsamen Schule mit verschränktem Unterricht", so Walser abschließend.

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