Cap: Darabos Argumente überzeugten - Mikl-Leitners Polemik enttäuschte

Wien (OTS) - Aus der indirekten Konfrontation in Form der zwei aufeinanderfolgenden Pressestunden von Verteidigungsminister Norbert Darabos und Innenministerin Mikl-Leitner ging Darabos eindeutig als Gewinner hervor, stellte SPÖ-Klubobmann Josef Cap heute, Sonntag, gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. Während es Darabos gelang mit profunden und glaubwürdigen Argumenten davon zu überzeugen, dass die mit der Einführung eines Berufsheeres verbundene Professionalisierung der österreichischen Verteidigungspolitik der richtige Weg für Österreich ist, flüchtete sich Mikl-Leitner in unglaubwürdige Horrorszenarien, die angeblich bei einer Abschaffung der Wehrpflicht drohen. ****

Darabos konnte überzeugend darlegen, dass die neuen, völlig anders gearteten sicherheitspolitischen Herausforderungen, denen sich Österreich im 21. Jahrhundert gegenübersieht, auch neuer Antworten, eben der Umstellung von der Wehrpflicht auf ein professionelles Berufsheeres bedürfen. Der Verteidigungsminister konnte anhand ausländischer Beispiele auch nachweisen, dass sowohl ein Berufsheer als auch das freiwillige soziale Jahr auf genügend Freiwillige werden zählen können. "Vor allem aber", so Cap, "zeigte Darabos jenen notwendigen Mut zur Veränderung, den Mikl-Leitner im Anschluss daran völlig vermissen ließ."

Interessant an den Ausführungen Mikl-Leitners war allerdings, dass auch sie konzedieren musste, dass Österreich heute vor völlig neuen Herausforderungen steht - Stichwort Cyberattacken, etc. - daraus allerdings den absurden Schluss zog, die Antwort darauf bestünde in der Aufrechterhaltung überholter Strukturen. Vollends unglaubwürdig wurde die Innenministerin allerdings in ihrer Polemik gegen das soziale Jahr, als sie Horrorszenarien von nicht zeitgerechten Hilfeleistungen an die Wand malte, wenn es den - von der im übrigen ÖVP jahrzehntelang bekämpften - Zivildienst nicht mehr gibt. "Ich hoffe, dass viele Österreicherinnen und Österreicher heute diese beiden Pressestunden gesehen haben. Einmal wurde für ein zukunftsorientiertes, neues Modell argumentiert, einmal für die Bewahrung von Überholtem polemisiert. Die Entscheidung am 20. Jänner sollte danach leicht fallen", schloss Cap. (schluss) mis/js

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