"profil": Land Niederösterreich sitzt auf 700 Millionen Euro riskanter Veranlagungen

Wohnbaugelder wurden in Hedge Fonds, Rohstoffe und Kreditwetten investiert

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat das Land Niederösterreich über die landeseigene Vermögensverwaltung Fibeg (Land Niederösterreich Finanz- und Beteiligungsmanagement GmbH) 700 Millionen Euro in zum Teil hoch spekulativen Produkten veranlagt. Das geht aus dem Rechenschaftsbericht der Fibeg vom Herbst vergangenen Jahres hervor. Das Geld steckt in Hedge-Fonds-Strukturen, in Rohstoffnotierungen, in so genannten strukturierten Anleihen und High-Yield-Bonds - also hochverzinsten Schuldverschreibungen von Emittenten schlechter Bonität. Mit im Paket sind auch Wertpapiere, die an keiner Börse gehandelt werden und/oder kein Rating haben. Allein die Position "High Yield + Wertpapiere ohne Rating" belief sich Ende Oktober 2012 auf elf Prozent des gesamten Portfolios und somit auf 363 Millionen Euro. Diese Veranlagungsstrategie hat die niederösterreichische VP gegen die Stimmen von SPÖ, FPÖ und Grüne im Juli 2009 im Landtag abgesegnet.
Fibeg-Geschäftsführer Johannes Kern stellt Parallelen zu den chaotischen Verhältnissen in Salzburg entschieden in Abrede:
"Sämtliche Positionen werden durch das interne Risikomanagement sowie von einem extern bestellten unabhängigen Risikomanager im Risikosystem abgebildet und hinsichtlich Markt-, Kredit- und Ausfallsrisiko laufend quantifiziert." Und: "Der Risikogehalt des Gesamtportfolios ist mit den konservativen Veranlagungsstrategien der österreichischen Pensionskassen vergleichbar."

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