Volksbefragung Wehrpflicht/Zivildienst: Hilfswerk sieht sich durch Uni-Wien-Studie in seinen Befürchtungen bestätigt

Präsident Othmar Karas: "Kosten klarstellen, denn Träger dürfen nicht auf unterschätzten Kosten des bezahlten sozialen Jahres sitzen bleiben!"

Wien (OTS) - "Die heute publizierte Studie der Universität Wien bestätigt Befürchtungen des Hilfswerks, dass es mit dem Modell "Bezahltes soziales Jahr" im Vergleich zum derzeitigen Zivildienst zu deutlichen Mehrkosten kommen würde", sagt Hilfswerk-Präsident Othmar Karas.

"Schon bei den Beratungen haben das Hilfswerk und auch andere Organisationen beispielsweise darauf hingewiesen, dass die Kosten der verpflichtend vorgeschriebenen Ausbildungen zu niedrig angesetzt wurden. Auch die unterschiedlichen Bedingungen bezüglich Arbeitszeit und Urlaub wurden von Trägerseite schon aufgezeigt und dass die Rekrutierung sowohl auf Seiten der öffentlichen Hand als auch der Träger aufwendiger sein wird, liegt auf der Hand", so Karas weiter.

"Die Grundsatzentscheidung, wie Landesverteidigung und Zivildienst in Zukunft gestaltet werden sollen, liegt beim Wahlvolk. Aufgabe der politisch Verantwortlichen ist es, für diese Entscheidung fundierte Grundlagen zur Verfügung zu stellen", so Karas weiter.

"Wir fordern daher noch vor der Befragung vom zuständigen Bundesminister eine faire Aufstellung der Kosten", so Karas weiter. "Sollte die Volksbefragung gegen Wehrpflicht und Zivildienst ausgehen, dürfen auf keinen Fall die Organisationen auf den nicht kalkulierten Kosten eines bezahlten sozialen Jahres sitzenbleiben!", so Karas abschließend.

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