Heinisch-Hosek: Soziales Jahr ist Jobchance für Frauen wie Männer

Frauenministerin zu Verbesserungen für Frauen durch das Freiwillige Soziale Jahr

Wien (OTS) - "Mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr können wir in Zukunft soziale Dienstleistungen besser absichern und auf professionelle Beine stellen", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer in Wien. "Der Bedarf an professioneller Betreuung im Pflege- und Gesundheitsbereich steigt laufend. Darauf muss die Politik neue Antworten finden. Das Modell eines Sozialen Jahres als Ersatz für den Zivildienst ist eine solche Antwort und gibt Interessierten auch die Chance auf einen beruflichen Einstieg in diese Berufsgruppe", so Heinisch-Hosek.

"Das Sozialjahr steht dabei nicht nur jungen Menschen offen, sondern richtet sich an alle Altersgruppen. Damit haben auch ältere Menschen die Gelegenheit, sich umzuorientieren und in den Sozialbereich hinein zu schnuppern", sagte die Frauenministerin. Dies sei eine neue Jobchance und biete Entwicklungspotenzial für Frauen wie Männer. Zudem könne man sich das Jahr auch für eine spätere Ausbildung anrechnen lassen. "Mit der angemessenen Entlohnung von rund 1.400 Euro monatlich, und das 14 Mal im Jahr, zeigen wir außerdem, dass uns soziale Arbeit etwas wert ist", so Heinisch-Hosek.

Die Frauenministerin lehnte erneut das Konzept ab, bei Beibehaltung der Wehrpflicht, den Zivildienst für Frauen zu öffnen: "Frauen leisten ohnehin zwei Drittel der unbezahlten Arbeit und sind diejenigen, die meist die häusliche Pflegearbeit in der Familie übernehmen. Zudem gibt es immer noch eine deutliche Lohnschere beim Einkommen von Männern und Frauen. Mit einer angemessenen Bezahlung im Sozialjahr wollen wir verhindern, dass Frauen als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden."

Sozialminister Hundstorfer zeigte sich zuversichtlich, dass mit dem Konzept des Freiwilligen Sozialen Jahres die Leistungen des Zivildienstes ersetzt werden können: "Ich bin überzeugt, dass wir die 8.000 Personen, die wir jährlich benötigen, ohne Probleme finden werden." Die Erfahrung in anderen Ländern zeige, dass sich meist mehr Menschen für ein Sozialjahr melden, als gebraucht werden.

"Wir müssen vor allem mit dem Schubladen-Denken aufhören. Sowohl das Berufsheer als auch das Soziale Jahr soll beiden Geschlechtern offen stehen und ist auch eine Chance, mehr Männer für Sozialberufe zu gewinnen. Das bringt auch langfristig mehr Chancengleichheit in der Gesellschaft", so Heinisch-Hosek abschließend.

Fotos zu dieser Pressekonferenz sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

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