bOJA (Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit): 25% Jugendarbeitslosigkeit erfordern europäische Vernetzung

Erste europäische POYWE-Konferenz ab 14.1. in Wien. Österreich gilt als Vorreiter.

Wien (OTS) - Die Geschäftsführerin von bOJA (Bundesweites Netzwerk für Offene Jugendarbeit), Mag. Sabine Liebentritt, zeigt sich betroffen von den aktuellen Arbeitslosenzahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Demnach ist jede/r Vierte im Euroraum unter 25 Jahren ohne Arbeit. Liebentritt fordert zum wiederholten Mal anlässlich des veränderten Umfeldes für junge Menschen eine verstärkte Verankerung und Vernetzung von Positionen der Offenen Jugendarbeit auf europäischer Ebene. "Die Vernetzung und Etablierung von Qualitätsstandards in der Offenen Jugendarbeit ist in Österreich bereits gut gelungen." Jetzt müsse der Sprung auf die europäische Ebene geschafft werden, so die bOJA-Geschäftsführerin. Die Initiative dazu sei bereits vor zwei Jahren von Österreich und den Niederlanden ausgegangen. Organisationen aus England, Italien, Luxemburg, Norwegen und Schweiz unterstützen diese Idee von Anfang an.

Um die Professionelle Offene Jugendarbeit zu stärken, sie sichtbarer zu machen und einen gemeinsamen Zugang zu Qualitätsstandards zu diskutieren, findet von 14.-16.1.2013 der erste europäische Kongress des neu gegründeten Netzwerks für Professionelle Offene Jugendarbeit in Europa (POYWE) statt. Erwartet werden ExpertInnen aus 18 Staaten: PraktikerInnen, ForscherInnen, VertreterInnen des Europarats, der EU Kommission, sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Stadt Wien.

"Österreich gilt international als Good-Practice-Beispiel wie Vernetzung funktionieren kann und welche positiven Effekte damit einhergehen können, wenn die Expertise von Offener Jugendarbeit auch politisch besser genutzt wird.", sagt Liebentritt und fährt fort:
"Angesichts der Tatsache, dass jede/r Vierte im Euroraum unter 25 Jahren ohne Arbeit ist, ist Feuer am Dach. Die Offene Jugendarbeit, die genau diese jungen Menschen gut erreicht und innovative Konzepte entwickeln und umsetzen kann, gehört gestärkt. Gegenüber November 2011 stieg im Euroraum die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen unter 25 um 420.000 Personen an. Das ist ein fataler Trend, die langfristigen gesellschaftlichen Folgen unabschätzbar."

Die europäische Tagung der Professionellen Offenen Jugendarbeit bringt internationale ExpertInnen aus Praxis, Forschung und Politik und Verwaltung für drei Tage in Wien zusammen, um die Potentiale von Offener Jugendarbeit in einem internationalen politischen Kontext zu erörtern und zu verdeutlichen, dass Professionelle Offene Jugendarbeit eine unabdingbare Größe ist, wenn es um gesellschaftliche Verbesserungen national und international geht. "Wir leisten bereits einen unverzichtbaren Beitrag für die jungen Menschen in Europa. Die politische Wahrnehmung in Europa dafür zu stärken und gemeinsam zukunftsfähige Konzepte und Perspektiven für junge Menschen in Europa zu entwickeln, das ist uns ein wichtiges Anliegen," sagt Liebentritt anlässlich der bevorstehenden Konferenz.

"Gerade die Offene Jugendarbeit bietet durch ihre fachlichen Prinzipien konkrete Möglichkeiten, um der Herausforderung "Jugendarbeitslosigkeit" zeitgemäß zu begegnen," sagt die bOJA-Geschäftsführerin. Bereits 2008 haben Christina M. Beran, Richard Krisch und Andreas Oehme in einem Artikel mit dem Titel "Sozialräumliche Beschäftigungsprojekte für Jugendliche" zehn Gestaltungsprinzipien beschrieben, um mit arbeitssuchenden jungen Menschen erfolgreich und nachhaltig zu arbeiten. Im Jahr 2013 sind sie aktueller denn je", sagt Liebentritt, "und machen deutlich, worum es bei Planung, Konzeption, Durchführung und Verankerung von Beschäftigungsprojekten mit jungen Menschen geht." Man müsse beispielsweise Sinn stiften, individuumsgerechten Zugang anbieten, Partizipation leben, soziale Netzwerke nutzbar machen und Kooperationen leben. Liebentritt: "Vor allem geht es darum, eine Haltung gegenüber jungen Menschen an den Tag zu legen, die sie als mündiges Gegenüber wahrnimmt. Ein Hauptthema, das uns gerade auch 2013 begleiten wird, ist die Frage der Freiräume. Jugendlichen muss man Freiraum für Auseinandersetzung und Entwicklung ermöglichen, indem man offene und individuelle Angebote setzt."

"Die Anwendung dieser Prinzipien ist durch das neu gegründete Netzwerk POYWE nunmehr auch auf europäischer Ebene möglich", so Liebentritt abschließend.

Mehr Infos zu POYWE und zur Konferenz auf www.boja.at und www.poywe.org

Über bOJA

bOJA - Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit dient als Plattform für Wissens- und Informationsaustausch und vernetzt Menschen, Ideen, Projekte, Einrichtungen - national und international. bOJA unterstützt das Erwachsen werden für Jugendliche in Österreich, indem es mit seinen Partnern im Handlungsfeld der Offenen Jugendarbeit (soziale Einrichtungen, Wirtschaft, Verwaltung, Bildungswesen, etc.) zusammenarbeitet und als Sprachrohr und Interessensvertretung für die Bedürfnisse von Jugendlichen aus der Offenen Jugendarbeit agiert. bOJA hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Qualitätsstandards in der Offenen Jugendarbeit voranzutreiben und das Bewusstsein für die Bedeutung von Offener Jugendarbeit zu heben. Geschäftsführerin von bOJA ist Mag.a Sabine Liebentritt. bOJA wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend gefördert.

Die POYWE-Konferenz wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend und mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. (Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.)

14.-16.1.13 - "Professional Open Youth Work in Europe" First
International Conference


Datum: 14. - 16.1.2013

Ort:
Europahaus Wien
Linzer Straße 429, 1140 Wien

Podiumsdiskussion

Datum: 14.1.2013, 18:30 - 19:30 Uhr

Ort:
Europahaus Wien
Linzer Straße 429, 1140 Wien

Rückfragen & Kontakt:

bOJA - Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit
Mag.a Sabine Liebentritt, GF
c/o Lilienbrunngasse 18/2/47, 1020 Wien
Mail: boja@boja.at
Tel: 0660-7315237

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