Haiti drei Jahre nach dem Erdbeben - zwei Millionen Menschen von Hunger bedroht

CARE setzt bei Wiederaufbau und Nothilfe insbesondere auf die Stärkung von Frauen

Port-au-Prince/ Wien (OTS) - Auch drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben am 12.1.2010, bei dem mindestens 200.000 Menschen ums Leben kamen und mehr als zwei Millionen obdachlos wurden, ist der Wiederaufbau des leidgeprüften Karibikstaates alles andere als abgeschlossen. Über 350.000 Menschen leben noch immer in 496 Flüchtlingslagern. An die zwei Millionen Menschen haben nicht genügend zu essen, nachdem Hurrikan Sandy im vergangenen November mehr als 40 Prozent der Getreideernte zerstörte. Die Hilfsorganisation CARE unterstützt das Hungerbekämpfungs-Programm der haitianischen Regierung, baut bzw. repariert Häuser und Sanitäranlagen und setzt bei Wiederaufbau und Nothilfe insbesondere auf die Stärkung von Frauen.

"In den vergangenen drei Jahren hat unsere CARE-Hilfe Hunderttausende Menschen erreicht, 290.000 allein in der Anfangsphase", berichtet CARE-Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager stolz. "Doch die Hilfsprogramme müssen angesichts der dramatischen aktuellen Lage unbedingt weitergeführt werden. Wir hoffen, dass dafür auch 2013 genügend Hilfsgelder zur Verfügung stehen. Die Verbesserung der Ernährungslage sowie das Verhindern weiterer Cholera-Infektionen sollten zu den wichtigsten Prioritäten gehören."

Hurrikan Sandy zerstörte nicht nur 42 Prozent der Getreideernte und 30 Prozent der Reisernte, sondern führte auch zu einem Anstieg der Cholera-Infektionen: Am 24. Dezember 2012 registrierte das Gesundheitsministerium 621.660 Cholerafälle und 7.750 Cholera-bedingte Todesfälle. Nach wie vor ist die Gefahr groß, dass sich Menschen durch verschmutztes Trinkwasser mit dem Cholera-Erreger anstecken. Um das zu verhindern, führt CARE Schulungen über Hygiene und Cholera-Prävention durch. Zudem hat die Hilfsorganisation 2.500 Latrinen und Duschen wiederhergestellt und für 13.400 Erdbebenopfer 2.500 Übergangshäuser errichtet.

Ein besonderer Schwerpunkt der CARE-Haiti-Hilfe ist der Stärkung von Frauen gewidmet: 2011 wurde ein Programm gestartet, das innerhalb von fünf Jahren 300.000 Menschen - darunter 80 Prozent Frauen -ermöglichen soll, mit Hilfe von Kleinspargruppen ihre Existenz zu sichern. Ein weiteres Fünfjahresprogramm hilft, Gewalt gegen Frauen und Mädchen einzudämmen. Es wird in enger Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften durchgeführt. Auch Männer machen mit und diskutieren z.B. in "Väterclubs" über Verhütungsmethoden und Maßnahmen gegen sexuelle Gewalt

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