Modernisierte theoretische Fahrprüfung startet mit 19. Jänner 2013

WKÖ-Wiedermann: Modulare Theorieprüfung schafft bessere Nachvollziehbarkeit und macht Erweiterung der Lenkberechtigungen attraktiver

Wien (OTS/PWK010) - Die im Zuge der 3. Führerscheinrichtlinie notwendigen Adaptionen der theoretischen Fahrprüfung wurden genutzt, um das gesamte System zu überarbeiten und zu modernisieren. "Das Ergebnis schafft Effizienz im System und Nutzen sowohl beim Führerscheinwerber als auch bei den Fahrschulen", sagt Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Prüfungsmodule werden die bisherigen Prüfungsmodelle ersetzen und ermöglichen dem Kandidaten eine flexiblere Gestaltung bei der Theorieprüfung. Künftig wird es das Modul Grundwissen geben, dass Allgemeine Grundlagen enthält sowie die klassenspezifischen Module. Sämtliche Module können einzeln, unabhängig voneinander, absolviert werden. Auch die Bewertung erfolgt getrennt voneinander. Wiedermann:
"Für den Schüler hat das den Vorteil, dass er im Falle eines nur teilweisen Bestehens nur jenes Modul wiederholen muss, welches nicht bestanden wurde. Außerdem ist das Prüfungsergebnis speziell im Falle eines Nichtbestehens besser und leichter nachvollziehbar. Darüber hinaus kann der Bewerber bei nur einem Modul antreten und den noch offenen, eigenständigen Prüfungsteil zu einem anderen Termin absolvieren."

Eine weitere Neuerung ist, dass das Modul Grundwissen nur dann zu absolvieren ist, wenn der Führerscheinwerber noch keine Lenkberechtigung besitzt. Der Nutzen dieser neuen Regelung zeigt sich auch bei den Erweiterungen von Lenkberechtigungen sehr deutlich:
Besitzer einer Lenkberechtigung haben im Fall einer Ausdehnung nur mehr das klassenspezifische Modul zu absolvieren. Der Fachverbandsobmann dazu: "Diese Regelung erspart dem Kandidaten Zeit-und Lernaufwand. Speziell in Hinblick auf die großen Führerscheinklassen C/C1 und D/D1 ist dies von Bedeutung und kann die Berufskraftfahrerbranche positiv beeinflussen. Personen, die bereits den B-Schein besitzen, können sich hier voll und ganz auf die spezifischen Lehrinhalte im Rahmen der Ausdehnungsausbildung konzentrieren."

Die Theorieprüfung wird in diesem neuen Modus ab 28. Jänner 2013 zum Einsatz kommen. "Der Lernaufwand bei den Erstbewerbern um eine Klasse bleibt derselbe wie bisher, da der Fragenkatalog sich weitgehend am bisherigen Fragenkatalog anlehnt", so Wiedermann. In den meisten Fällen erfolgte lediglich eine Zuordnung der Fragen zu den einzelnen Modulen. Adaptierungen der Fragen wurden dort vorgenommen, wo eine Dringlichkeit (gesetzliche Veränderung) bestand. Wiedermann ergänzt: "Jene Personen, die um eine Klasse erweitern, profitieren von der neuen Regelung, da nur mehr das spezifische Modul zu absolvieren ist. Wir sind zuversichtlich, dass sich die modulare Theorieprüfung bewähren wird".

Der Fachverband der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der Wirtschaftskammer Österreich ist unter anderem die Interessenvertretung der ca. 380 österreichischen Fahrschulen. (PM)

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