"KURIER": Stronach-Mann Köfer hat Kilometergeld unrechtmäßig kassiert

Der Nationalratsabgeordnete Gerhard Köfer steht im Verdacht, mehrere 1000 Euro für Fahrten mit dem Dienstwagen verrechnet zu haben.

Wien (OTS) - SPERRFRIST 19 UHR

Dem Kärntner Spitzenkandidat des Team Stronach steht Ungemach ins Haus: Gerhard Köfer, Langzeit-Bürgermeister von Spittal an der Drau, steht im Verdacht, über mehrere Jahre für Fahrten mit seinem Gemeinde-Dienstauto Kilometergeld vom Bund kassiert zu haben. Im KURIER-Gespräch gibt er Verfehlungen zu. "Das war sicherlich ein formaler Fehler, aber es war von niemandem beabsichtigt", sagt Köfer. Alleine für die Monate Mai bis September 2007 (damals war er Abgeordneter der SPÖ) kassierte der Politiker rund 1000 Euro. Hochgerechnet dürfte es um mehr als 10.000 Euro gehen, die Köfer in den Jahren 2006 bis 2011 für Fahrten als Nationalratsabgeordneter verrechnet hat. Das Geld will der Spittaler Bürgermeister jedoch umgehend an die Gemeinde überwiesen haben. Er habe sich nie persönlich bereichert. Ihm sei nicht klar gewesen, dass er für ein Dienstauto (mit dem Privatfahrten erlaubt waren) kein Kilometergeld einfordern dürfe. "Weder von der Parlamentsdirektion noch von der Stadt wurde das beanstandet."
Die Parlamentsdirektion wird eine Untersuchung einleiten, die Staatsanwaltschaft wird sich "von Amts wegen" einschalten. Köfer soll noch am Donnerstag der Finanzabteilung der Stadt Spittal einen Auftrag erteilt haben, das gesamte in den vergangenen Jahren erhaltene Kilometergeld an den Bund zurückzuzahlen.

Rückfragen & Kontakt:

KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
innenpolitik@kurier.at
www.kurier.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKU0002