FPÖ-Gartelgruber: Freigang und andere Haftvergünstigungen für Gewaltverbrecher dürfen keine Gefahr für Bevölkerung darstellen

Auch bei Resozialisierungsmaßnahmen muss Schutz der Allgemeinheit Vorrang haben

Wien (OTS) - "Es ist erschreckend, dass erneut eine Frau von einem Freigänger brutal missbraucht und beraubt wurde. Es müssen endlich Maßnahmen gesetzt werden, um so etwas in Zukunft zu verhindern", kommentiert die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber den Fall des Elmali I., der - wie gestern bekannt wurde - während eines Freiganges im Oktober letzten Jahres eine Frau in Wien brutal vergewaltigt und beraubt haben soll.

"All die schönen Worte und Aktionstage gegen Gewalt nutzen nichts, solange unsere Frauen nicht vor solchen Tätern geschützt werden", erklärt Gartelgruber. Es sei höchst bedenklich, dass ein Gewalttäter, der in der Vergangenheit auch vor dem Gebrauch der Schusswaffe nicht zurückschreckte, wieder auf die Gesellschaft losgelassen würde und als resozialisiert gelte. "Offensichtlich war der mutmaßliche Täter eben nicht resozialisiert. Es muss jetzt genau überprüft werden, wie der mutmaßliche Täter in den Genuss der Haftvergünstigungen gelangen konnte", so Gartelgruber. Dabei sei auch zu hinterfragen, welche Rolle der Verein "Neustart", in dessen Räumlichkeiten Elimali I. verhaftet wurde, bei dieser Angelegenheit spielte. Bereits bei der Vergabe einer Fußfessel an einen Salzburger Vergewaltiger hatte der Verein eine unrühmliche Rolle gespielt. "Ich werde diesem Fall nachgehen und dabei alle Möglichkeiten des parlamentarischen Interpellationsrechtes nutzen", kündigt Gartelgruber an.

Dieser Fall zeige erneut, welche potentielle Gefahr von Gewaltverbrechern ausgehe, selbst wenn sie offiziell als "resozialisiert" gelten. "Es darf nicht länger sein, dass die Sicherheit der Frauen im speziellen und der Gesellschaft im allgemeinen zugunsten einer äußerst fragwürdigen Resozialisierungspraxis aufs Spiel gesetzt werden", meint Gartelgruber. Hafterleichterungen oder vorzeitige Entlassungen für Sexualstraftäter und Gewaltverbrecher müssten strengstens überprüft werden, wobei auch dem Grundsatz der Spezialprävention besondere Aufmerksamkeit zu widmen sei. Es müsse ganz klar der Schutz der Opfer und der Österreicher Vorrang vor den Wünschen der Täter haben, so Gartelgruber abschließend.

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