Das Lechquellengebirge und seine Erschließung

Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer eröffnete Ausstellung im Landhaus

Bregenz (OTS/VLK) - Die Erschließung des Lechquellengebirges, die touristischen Anfänge in dieser Region sowie das 100-jährige Bestehen der Ravensburger Hütte und der Freiburger Hütte sind Gegenstand der Ausstellung "Von schroffen Bergen eingeschlossen - das Lechquellengebirge und seine Erschließung". Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer eröffnete die Schau im Landtagsfoyer des Landhauses in Bregenz.

Vorarlberg verfüge über eine landschaftliche Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Der Tourismus sei deshalb ein wesentliches Standbein der heimischen Wirtschaft, sagte Nußbaumer: "Die Berichte über bergsteigerische Unternehmungen in der Phase der Bergpioniere in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben dem Vorarlberger Tourismus starke Impulse verliehen. Der Aufschwung der Tourismuswirtschaft hat maßgeblich dazu beigetragen, der Abwanderung der Familien aus den Bergregionen entgegenzuwirken. Somit hat der Tourismus neben dem ökonomischen Aspekt auch eine bedeutende soziale Funktion, indem Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden - als Lebensgrundlage für die Bevölkerung und Perspektive für die Entwicklung der Region." Heute macht die Tourismus- und Freizeitwirtschaft 15 Prozent des Bruttoregionalproduktes aus. Bis zu 12.600 Personen sind in Hotellerie, Gastronomie und Seilbahnbetrieben beschäftigt.

Zur Erschließung der heimischen Alpen trug der 1869 von Vorarlberger Bergsteigern gegründete Alpenverein wesentlich bei. Als sich wenige Jahre später der Deutsche mit dem Österreichischen Alpenverein zusammenschloss, entstand der größte Bergsteigerverein der Welt. Zu den wichtigsten Alpinisten in Vorarlberg zählte damals der berühmte Fabrikant John Sholto Douglass, nach dem die erste Alpenvereinshütte Österreichs benannt wurde.

Das Lechquellengebirge umfasst den Oberlauf des Lech mit seinen Quellbächen sowie das obere Großwalsertal. 1894 eröffnete die Sektion Freiburg des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins am Formarinsee eine erste Alphütte als Unterkunft für Wanderer. Auf Grund des großen Zuspruches wurden auf dem Rauhen Joch im Jahr 1912 die Freiburger Hütte und im selben Jahr die Ravensburger Hütte unweit des Spullersees eröffnet.

Maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Ausstellung hatte Christof Thöny vom Museumsverein Klostertal. Tatkräftig mitgewirkt haben daran auch die Sektionen Freiburg und Ravensburg des Deutschen Alpenvereins. Die Ausstellung im Landtagsfoyer im Landhaus in Bregenz ist noch bis Donnerstag, 24. Jänner 2013, montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr zu sehen.

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