Neues Volksblatt" Profis" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 10. Jänner 2013

Linz (OTS) - "Einig lass in Jubelchören, Vaterland, dir Treue schwören," heißt es in der dritten Strophe der Bundeshymne. Selbst wenn man konzediert, dass das heutzutage ein bisschen schwülstig klingt, ändert es nichts an der Grundaussage: Man hat zum Heimatland zu stehen - beispielsweise durch die Ableistung des Grundwehr- oder Zivildienstes, basierend auf der allgemeinen Wehrpflicht. "Profis", wie sie den Wehrpflichtgegnern vorschweben, können sich den Eid sparen, sie sind dem Auftrag ihres Arbeitgebers verpflichtet. (Im Übrigen gibt es die professionelle Personalkomponente im Heer ja auch jetzt schon; wer nach Profis ruft, ignoriert das geflissentlich.) Job oder Dienst am Heimatland: Es ist, wie ÖVP-Chef Michael Spindelegger sagt, tatsächlich "diese Grundfrage, ob man von jungen Menschen verlangen darf, ein halbes Jahr für Österreich im Einsatz zu stehen". Wehrpflichtgegner reden von Zeitraub, die Befürworter warnen vor dem Abdriften in die Vollkaskogesellschaft und dem Verlust jeglicher gesellschaftlicher Solidarität.
Wenn am 20. Jänner die Grundsatzfrage - allgemeine Wehrpflicht mit Zivildienst oder Berufsheer mit bezahltem Sozialjahr - entschieden ist, beginnt die eigentliche Arbeit. Es geht um die beste Lösung im gewählten System, es geht um die beste Lösung für Österreich. Hoffentlich sind alle handelnden Personen Profis genug, das zu gewährleisten.

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