Kfz-Handelsobmann Ernst: "Österreich trägt die Bezeichnung Autoland völlig zu Recht"

2012 bisher zweitbestes rot-weiß-rotes Auto-Jahr der Geschichte - Präsentation der Zahlen zum Auftakt der Vienna Autoshow 2013

Wien (OTS/PWK007) - 2012 war - nach Zulassungszahlen betrachtet - mit insgesamt 464.023 Neuzulassungen - davon 336.010 in der anteilsmäßig größten Fahrzeugart, den Personenkraftwagen - in Österreich das zweitbeste Auto-Jahr der bisherigen Geschichte. "Damit hat sich das abgelaufene Jahr durchaus respektabel entwickelt", so Burkhard Ernst, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): "Zwar konnten die hohen Zulassungszahlen des Jahres 2011 nicht überboten werden, das 2012er-Ergebnis ist aber durchaus beachtlich." Präsentiert wurden die von der Statistik Austria erhobenen Neuzulassungszahlen für Österreich heute, Mittwoch, im Rahmen einer Pressekonferenz zur Vienna Autoshow 2013 in der Messe Wien.

Der Rückgang bei den Zulassungen gegenüber 2011 (-4,7% über alle Fahrzeugarten, -5,7% bei Pkw) zeige jedoch deutlich, dass nicht jedes Jahr mit Zulassungssteigerungen zu rechnen ist. "Insbesondere in den Monaten November und Dezember sei die Nachfrageentwicklung schwach gewesen, was auf ein nicht ganz einfaches Jahr 2013 hindeute. Der Fahrzeughandel geht "optimistisch, aber realistisch" von einem Absatz von rund 310.000 bis 320.000 Neuwagen aus. "Österreich wird voraussichtlich besser abschneiden als der Rest Europas, allerdings ganz werden wir uns auch nicht von dieser Entwicklung abkoppeln können", so Burkhard Ernst.

Als einen relativierenden Faktor sieht der Fahrzeughandelsobmann allerdings die auch 2012 steigende Anzahl der Kurzzulassungen: "Wenn man Kurzzulassungen als Marketingmaßnahme sieht und die Fahrzeuge auch in Österreich bleiben, dann ist im Prinzip dagegen nichts einzuwenden. Problematisch wird es erst, wenn Fahrzeuge in der Statistik aufscheinen, die nie auf Österreichs Straßen fahren, weil sie umgehend ins Ausland exportiert werden."

Nicht oft genug könne, so Obmann Ernst, die Bedeutung der Autobranche für die heimische Wirtschaft betont werden: "Wir zählen zu den stabilsten Branchen Österreichs. Durch den automotiven Sektor werden in Österreich 370.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt gesichert, das entspricht rund jedem neunten Arbeitsplatz. Über die vergangenen 15 Jahre betrachtet, konnte allein die Fahrzeugindustrie um 21% mehr Arbeitsplätze schaffen. Vor dem Hintergrund all der genannten Zahlen und Fakten trägt Österreich die Bezeichnung Autoland völlig zu Recht!", unterstrich er.

Als Vorhaben der Interessenvertretung für 2013 formulierte Burkhard Ernst die weitere Verbesserung der Ertragslage der Betriebe des Kfz-Handels, die Umsetzung der neuen Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung sowie die Forcierung der Initiative pro individuelle Mobilität.

Die Vienna Autoshow 2013 www.viennaautoshow.at ist von Do., 10. Jänner bis einschließlich So., 13. Jänner 2013 für Publikumsbesuche geöffnet. Auf einer Fläche von rund 25.000 Quadratmetern in den Hallen C und D der Messe Wien zeigen 40 Automarken 400 Neuwagenmodelle, es stehen auch einige Europa- und Österreich-Premieren auf dem Programm. (JR)

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