Zuchtstopp bei Schneeleoparden im Zoo Salzburg gefordert

EndZOO drängt auf Einhaltung des Tierschutzgesetzes

Salzburg (OTS) - Nach der aktuellen Abgabe des letzten Salzburger Schneeleopardennachwuchses nach Frankreich fordert die Tierschutzorganisation EndZOO heute erneut einen Zuchtstopp beim verbliebenen Elternpaar SHANKAR und MIRA. Hintergrund der bereits 2011 gestellten EndZOO-Forderung ist das Auftreten der Augen-krankheit "Multiple Okulare Kolobome" (MOC) beim jetzt abgegebenen Nachwuchs. Nach derzeitigem Wissenstand sei die genaue Ursache der Krankheit zwar noch nicht bekannt, so die Tierschützer, mehrere Untersuchungen schlossen einen genetischen Ursprung jedoch nicht aus. Das Salzburger Zuchtpaar sei außerdem nahe miteinander verwandt und die Augenkrankheit trat bereits bei einigen Vorgängern ihrer Stammbäume auf. EndZOO schätzt das Risiko, dass zukünftiger Nachwuchs ebenfalls daran erkranken und später darunter leiden könnte, daher als hoch ein. Die Organisation drängt angesichts der hohen gesundheitlichen Risiken nun auf die Einhaltung des Tierschutzgesetzes und einen be-hördlich verordneten Zuchtstopp.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass weiterer Salzburger Schneeleoparden-Nachwuchs wieder an MOC erkrankt, ist angesichts von Inzucht und bekannten MOC-Erkrankungen in der Verwandtschaft, als hoch einzuschätzen. Eine Weiterführung der Zucht ist nicht nur ethisch unvertretbar sondern auch ein klarer Verstoß gegen §5 Absatz 2 des Tierschutzgesetzes", so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend. "Auch im Zoo Salzburg Hellbrunn muss das Tierschutzgesetz angewendet und eingehalten werden. Demnach ist es gesetzlich verboten, Züchtungen vorzunehmen, die für ein Tier oder dessen Nachkommen mit Schäden verbunden sind. Das Gesetz spricht hierbei auch von Qualzucht."

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