Aubauer zu "Schwarzarbeit": Zuverdienstgrenzen bei vorzeitiger Pension müssen endlich weg!

2013 muss man endlich aufhören, leistungswilligen Senioren im Wege zu stehen! Förderung für Barrierefrei-Umbau rasch umsetzen!

Wien (OTS) - "Wenn der Linzer Ökonom, Friedrich Schneider, heute im Ö1-Morgenjournal die aktuelle Bilanz zur Schwarzarbeit vorlegt, steht für uns eine Gruppe besonders im Fokus: Nämlich jene Seniorinnen und Senioren, die eine vorzeitige Pension antreten mussten und deshalb bis zu ihrem 60. (Frauen) bzw. 65. (Männer) Geburtstag de facto nicht offiziell - also unter Leistung von Lohnsteuern und Sozialversicherungsabgaben - arbeiten dürfen. Denn: Übersteigen ihre Einnahmen die Tagesgrenze von aktuell 29,70 Euro, so verlieren sie ihre Pension jeweils für den betreffenden Tag - übersteigen diese Einnahmen die Monatsgrenze von 386,80 Euro, so verlieren sie sogar die Monatspension. Besonders skurril dabei: Sogar Sachleistungen für Freiwillige (z.B. Erstattung von Reisekosten oder Haftpflichtversicherungen für Pflegende) werden als geldwerter Vorteil angerechnet und führen zum Pensionsverlust, sobald die Grenze überschritten wird! 2013 muss man endlich aufhören, diesen leistungswilligen Senioren im Wege zu stehen! Diese Ruhens- und Wegfallensbestimmungen (sog. Zuverdienstgrenzen) gehören endlich weg", betont Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat.

"Alle bisher gegen unser Anliegen vorgebrachten Argumente lösen sich außerdem zunehmend in Luft auf: Die Behauptung, diese Senioren würden dann Jüngeren die Jobs am Arbeitsmarkt wegnehmen, ist klar widerlegt. Zuletzt gab es so viele 50plus und so viele 60plus in Beschäftigung wie nie zuvor, zugleich sank aber die Arbeitslosigkeit bei jungen Berufseinsteigern. Und die von diesen Senioren angestrebten Jobs sind ohnehin keine Vollzeitjobs, sondern betreffen eher kurzfristige und spontane Projekteinsätze (die aber eben leicht über der oben genannten Tagesgrenze liegen). Und dass vorzeitig Pensionierte eben kein Zusatzgeld erarbeiten dürften, erledigt sich spätestens 2014 - wenn nämlich die Invaliditätspension für die Unter-50jährigen abgeschafft wird und wenn ab dann auch alle vorzeitigen Pensionen mit versicherungsmathematischen Abschlägen versehen sind, gibt es keinen Grund mehr die unfreiwillig zu früh in Pension gegangenen Menschen noch weiter zu bestrafen", so Aubauer zu konkreten Hintergrunddetails.

Förderung für Barrierefrei-Umbau endlich umsetzen!

"Der vom Experten vorgeschlagene 'Handwerkerbonus' ist sicher eine gute Idee, wie Erfolge in Deutschland belegen. Allerdings erwarten wir zuerst die Umsetzung der Förderung für Barrierefrei-Umbauten ähnlich dem Modell der Förderung für die thermische Sanierung. Diese Förderung wurde uns noch in dieser Legislaturperiode zugesagt und ist ebenso ein probates Mittel, um Schwarzarbeit zumindest bei solchen Baustellen zurückzudrängen", hält Aubauer abschließend fest.

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