• 09.01.2013, 10:06:32
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Universitäten - Karlheinz Töchterle: Gemeinsam Stärke(n) zeigen

Wissenschafts- und Forschungsminister appelliert bei Neujahrsempfang der Universitätenkonferenz, negativen Diskurs zu beenden - Unis haben nicht das Ansehen, das sie verdienen

Utl.: Wissenschafts- und Forschungsminister appelliert bei
Neujahrsempfang der Universitätenkonferenz, negativen Diskurs
zu beenden - Unis haben nicht das Ansehen, das sie verdienen =

Wien (OTS) - Beim traditionellen Neujahrsempfang der
Universitätenkonferenz (uniko) appellierte Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle, den oftmals negativ
geführten Universitäts-Diskurs zu beenden: "Unsere Universitäten
haben nicht das Ansehen, das sie verdienen. Wir müssen gemeinsam
Stärke und unsere Stärken zeigen, und die zweifellos vorhandene
Exzellenz in Lehre und Forschung präsentieren." Klarerweise gebe es
da und dort noch Verbesserungsbedarf, dieser dürfe aber nie die
Leistungen der Universitäten insgesamt überschatten. Töchterle
kündigte in diesem Zusammenhang auch an, die Universitäten bewusst
unter diesem Blickpunkt zu besuchen und in gemeinsamen Terminen die
standortspezifischen Stärken in den Vordergrund zu rücken. Weiters
ging der Minister in seiner Rede auf die derzeit aktuell in
Diskussion und Erarbeitung befindlichen Themen
Studienplatzfinanzierung und Pädagog/innenbildung neu ein und
betonte, Gespräche mit Rektorinnen und Rektoren weiter zu
intensivieren. Dafür sei auch die im Mai eingerichtete
Hochschulkonferenz "ein ideales Forum".

Durch zahlreiche Maßnahmen wird aktuell an der Verbesserung der
Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung gearbeitet, ua. mit
zahlreichen Baumaßnahmen: Alle Uni-Bauprojekte, die aktuell gebaut,
soeben fertiggestellt bzw. fix genehmigt sind, haben insgesamt ein
Finanzierungsvolumen von über einer Milliarde Euro. Um das Ansehen
der Lehre zu heben, wurde u.a. kürzlich der Staatspreis "ars docendi"
gemeinsam mit der Universitätenkonferenz und der Österreichischen
Hochschülerschaft aus der Taufe gehoben. Eine
"Attraktivitätssteigerung" der Universitäten habe einen weiteren
positiven Effekt, so Töchterle: "Die Universitäten werden attraktiver
für private Geldgeber."

Der Minister griff in seiner Rede auch die von uniko-Präsident Dr.
Heinrich Schmidinger zuvor angesprochene Autonomie der Universitäten
auf: "Die Autonomie ist ein Mittel, mit dem die Universitäten
bestmöglich das tun können, was sie tun sollen. Wir müssen sie sehen,
leben und verteidigen", so Töchterle, der die Autonomie "als Rektor
der Universität Innsbruck schätzen gelernt hat".

"Wir haben 2012 viel erreicht und vieles auf den Weg gebracht", zog
Töchterle eine kurze Bilanz und appellierte, in den beiden Bereichen
Studienplatzfinanzierung und Pädagog/innenbildung "nicht hinter das
Erreichte zurückzufallen". Zur Kritik der Universitätenkonferenz an
der Studienplatzfinanzierung, wonach zu wenige Fächer umfasst und
"Verdrängungseffekte" zu befürchten seien, hielt Töchterle fest: "Es
ist undenkbar, Studienplätze zu kürzen. Wir müssen in stark
nachgefragten Fächern Obergrenzen einziehen, eine bessere Verteilung
erreichen und vor allem auch die Betreuungsrelation verbessern." Der
Minister bedankte sich hier bei den Universitäten, "sie agieren sehr
kooperativ" - und nur so könne der Beginn der Testphase mit
Wintersemester 2013/2014 gelingen.

Betreffend Pädagog/innenbildung neu bekräftigte Töchterle: "Was, wenn
nicht die Wissenschaft kann uns lehren, wie wir künftig Pädagoginnen
und Pädagogen ausbilden? Wir brauchen eine führende und starke Rolle
der Universitäten." Es gelte, die Weichen zu einer "ganz engen
Zusammenarbeit" mit den Pädagogischen Hochschulen zu stellen und
dabei vor allem auch auf die Qualität zu achten.

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