FPÖ-Herbert: In der Nacht sind Verbrechen besonders verboten!

Nachtschließung der Polizeiinspektionen und Zusammenlegung der Kommissariate ist Schnapsidee

Wien (OTS) - "Künftig wird man die Damen und Herren Gauner bitten müssen, ihre Verbrechen doch bitte am Tage zu erledigen, denn die Polizeiinspektionen werden in der Nacht geschlossen sein", kommentierte der freiheitliche Bereichssprecher für den Öffentlichen Dienst und AUF-Bundesvorsitzende, NAbg. Werner Herbert, die kolportierten Schließungen. Offenbar plage die Wiener Polizei schwere personelle und wirtschaftliche Probleme, wenn nach den angekündigten Schließungen der Polizeiinspektionen während der Nacht, nunmehr auch Polizeikommissariate zusammengelegt werden sollen, so Herbert.

"Dass davon die sicherheitspolizeiliche Arbeit nicht betroffen sein soll ist eine Darstellung, die nicht der Polizeirealität entspricht und daher absolut unrichtig ist", betonte Herbert. Immerhin bedeutet eine Zusammenlegung der in Rede stehenden Kommissariate auch eine Fusionierung der betreffenden Stadtpolizeikommanden. Neben weiteren Einsparungen im Verwaltungsdienst und bei den polizeilichen Kommandoebenen würde diese Maßnahme auch eine Zusammenlegung der Kriminaldienstbereiche bedeuten, welche durch Personalknappheit und hohe Überstundenleistungen ohnedies am Rande der Einsatzfähigkeit stünden, zeigte Herbert auf.

"Diese Maßnahme bringt daher, wie auch schon die aktuell diskutierten Nachtschließungen der Polizeiinspektionen, keine zusätzlichen Polizisten auf die Straße und daher weder einen sicherheitspolizeilichen noch einen personellen Mehrwert für die Wiener Bevölkerung. Sie ist vielmehr eine zwingende Notmaßnahme um einen drohenden Personalkollaps zu vermeiden und die aus dieser Personalnot heraus resultierenden explodierenden Überstundenzahlen zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Mindestbedarfsstände zu minimieren", kritisierte Herbert.

Dass die Wiener Polizei eine derartig drastische Einschränkung ihrer sicherheitspolizeilichen Tätigkeit ausgerechnet im Super-Wahljahr 2013 vornehme, zeige, dass sie offenbar auch wirtschaftlich enorm unter Druck stehe, was nicht nur für die finanzielle Liquidität der Wiener Polizei sondern auch für die Sicherheit der Wiener Bevölkerung in Zukunft schlimmes erahnen lasse, so Herbert. "Verbrechen sind demnach in der Nacht besonders verboten", bezweifelt Herbert die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen massiv.

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