Korun: Spracherwerb während des normalen Unterrichts ist der richtige Weg

Walser: Schmied braucht mehr Mittel für Sprachförderung statt Ghettoklassen

Wien (OTS) - "Ich habe selbst erst mit 11 Jahren angefangen Deutsch zu lernen. Durch eine entsprechende Förderung in der Schule war es aber leicht möglich, bald fließend Deutsch zu sprechen", erzählt die Integrationssprecherin der Grünen, Alev Korun. "Bei sechsjährigen Kindern so zu tun, als wäre es für Sprachförderung fast zu spät, ist absurd", sagt Alev Korun Integrationssprecherin der Grünen. "Die Verbesserung der Deutschkenntnisse von SchülerInnen scheitert seit Jahren an zu wenigen Förderstunden und an fehlenden zusätzlichen LehrerInnen. Diese Einschnitte wurden bekanntlich unter Ministerin Gehrer eingeführt. Die Lösung des Problems liegt in mehr Förderstunden und zusätzlichen LehrerInnen für den Spracherwerb", kommentiert Bildungssprecher Harald Walser die Debatte um Ghettoklassen für Kinder mit geringen Deutschkenntnissen.

"Die Vorschule ist für schulreife Kinder keine Lösung. Von sechsjährigen schulreifen Kindern kann man durchaus erwarten, dass sie Deutsch und Lesen gleichzeitig lernen - ausreichend Unterstützung vorausgesetzt", sagt Korun, "hier sollte es der Regierung nicht um Ideologie, sondern um echte Problemlösung gehen."

Harald Walser ergänzt: "Die Vorschule gilt als Pflichtschuljahr, das fehlt den Jugendlichen dann beim Übertritt in die weitere (Berufs-)Ausbildung. Ministerin Schmied sollte für mehr Fördermittel und kleine Gruppen bei ihrer Kollegin Fekter kämpfen. Diese hat ja bekanntlich erst vor wenigen Monaten mehr Geld für Intensivförderung der betroffenen Kinder abgelehnt", schließt Walser.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003