Mieterbund: Großteil der Mieter durch Zahlungsverzugsgesetz benachteiligt

Überweisung des Mietzinses im Vormonat kommt Vorfinanzierung durch Mieter gleich

Wien (OTS) - Durch die Regierungsvorlage zum Zahlungsverzugsgesetz wird die Fälligkeit von Mietzinszahlungen verändert. Daraus entsteht für einen Großteil der österreichischen Mieter ein Nachteil, erläutert der Präsident des österreichischen Mieterbundes (ÖMB), Helmut Puchebner.

"So müssen zum Beispiel Mieter von Wohnungseigentum in Nachkriegsbauten, wahrscheinlich auch solche von Bestandseinheiten gemeinnütziger Bauvereinigungen, aber auch von Ein- und Zweifamilienhäusern bei unbarer Zahlung künftig den Mietzins bereits im Vormonat überweisen und leisten damit eine Vorfinanzierung!

Mietern im Vollanwendungsbereich des MRG bleibt dies erfreulicherweise erspart - deren Mieten müssen in Zukunft erst bis zum 5. eines jeden Monats beim Vermieter eingelangt sein, was allerdings gleichheitswidrig sein dürfte und jedenfalls die Mehrheit der Mieter grob benachteiligt!".

Puchebner fordert die Regierungsparteien daher dringend auf, in der parlamentarischen Beratung diese Ungerechtigkeit zu beheben.
"Es wird überdies hoch an der Zeit, allgemeine Bestimmungen, die für alle Mietverhältnisse gelten sollen, wie etwa auch Mindeststandards bei befristeten Mietverhältnissen außerhalb des Mietrechtsgesetzes, im ABGB zu regeln".

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