Erdbeben in Haiti: 3 Jahre nach der Katastrophe geht es um die Zukunft des Landes

Österreichische SpenderInnen bauen in Port-au-Prince eine Schule für 1.200 Kinder!

Wien (OTS) - 3 Jahre nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti (am 12. Jänner 2010) geht es darum, so Caritas Generalsekretär für Internationale Programme Christoph Schweifer, "die Zukunft des krisengeschüttelten Landes positiv mitzugestalten, indem tausenden Kindern der Zugang zu Schule und Bildung ermöglicht wird." Druckfähige Bilder zum Download:
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Schule der Hoffnung
Die Caritas Österreich baut gemeinsam mit den Salesianer Schwestern Don Boscos ein zerstörtes Waisenhaus und mit Salesianer Brüdern eine ganztägige Vorschule wieder auf. Die Bauarbeiten der beiden großen Einrichtungen gehen gut voran, und der Abschluss beider Projekte ist für das Frühjahr 2013 geplant.
Der Rohbau der Vorschule und des Kindergartens in Cité Soleil ist bereits fertig. Bis zu 1.200 Kinder zwischen 3 und 7 Jahren aus dem Slum Cité Soleil werden Platz in der Schule finden. "Jetzt brauchen wir noch Schulbänke, Tafeln, Schuluniformen und eine Jause für die Kinder!" appelliert Christoph Schweifer an die großzügige Unterstützung der ÖsterreicherInnen und Österreicher. Es geht aber auch darum, langfristig das Bildungssystem in Haiti zu verbessern. Daher ist geplant, 200 LehrerInnen auszubilden und die Schulunterlagen für tausende Kinder sicherzustellen, erläutert Schweifer: "So arm die Menschen in Haiti auch sind, alle Eltern wünschen sich Schulbildung für ihre Kinder, denn nur damit kann sich das Land nachhaltig wirksam erholen."
Wiederaufbau
Nach der Erdbebenkatastrophe und umfangreichen Nothilfemaßnahmen wurden in den vergangenen Jahren die zerstören Häuser von 400 Familien repariert und mit der Hilfe der Spenderinnen und Spender aus Österreich konnten die Häuser von über 350 Familien wiederaufgebaut und größtenteils übergeben werden. Der Bau von 50 weiteren Häusern geht gut voran und soll bis März 2013 vollständig abgeschlossen sein. Der Wiederaufbau und die Reparatur der Häuser von weiteren 250 Familien sind geplant, weil der Bedarf nach wie vor groß ist. Projekte zur Bekämpfung und Prävention von Cholera, sowie Aktivitäten rund um Wasser und Hygiene, unter anderem die Errichtung von Brunnen und Latrinen, konnten im vergangenen Jahr erfolgreich umgesetzt werden.
Caritas hilft im Notfall und langfristig
Erschwert wurden all diese Nothilfeaktivitäten vor allem durch Hurrikan Sandy, der am 24. und 25. Oktober 2012 in der Karibik wütete. Haiti wurde nicht direkt vom Sturm erfasst, jedoch haben tagelange Regenfälle und Sturmböen schwere Schäden hinterlassen. Im Inselstaat, der zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, wurden Straßen weggeschwemmt, Brücken zerstört und Wasseraufbereitungsanlagen verschmutzt. Unter anderem wurden 40% der Anbauflächen zerstört, was insbesondere bei der kommenden Ernte zu erheblichen Ertragseinbußungen der Bevölkerung führen wird. Laut den Vereinten Nationen waren rund 1,8 Millionen Menschen betroffen, über 6.000 Häuser wurden überflutet und mehr als 10.000 Häuser wurden beschädigt. Und obwohl der Hurrikan das Land nicht direkt getroffen hat, musste Haiti die meisten Todesfälle hinnehmen. "Der Sturm hat einmal mehr offenbart, in welch misslicher Lage sich der Staat befindet", so Christoph Schweifer und betont gleichzeitig, "wir dürfen die Menschen in Haiti nicht im Stich zu lassen."
Die Caritas Österreich stellte 50.000 Euro für Sofortmaßnahmen zur Verfügung, hat Zelte, Decken, Werkzeuge und Hygieneartikel an die betroffene Bevölkerung verteilt und unterstützt 3.100 Personen unter anderem mit Hygienepakete, Matratzen, Decken, etc. bis Ende Januar 2013. Helfen Sie jetzt mit, die neue Schule einzurichten!
Im Rahmen der Hilfe für Haiti bittet die Caritas um Spenden!
PSK 7.700 004, BLZ 60.000, Kennwort: Hilfe für Haiti

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