Symposium "Eltern unbekannt: Auswirkungen auf Identitätsfindung des Kindes"

11. Jänner 2013 in der "Gesellschaft der Ärzte" in Wien

Wien (OTS) - Zum Abschied nach 21-jähriger Tätigkeit als Vorstand der Kinderklinik Glanzing und aus Anlass seines 65. Geburtstages organisiert der Kinderarzt Prof. Dr. Andreas Lischka am Freitag, 11. Jänner 2013, das Symposium "Eltern unbekannt: Auswirkungen auf die Identitätsfindung des Kindes" in der "Gesellschaft der Ärzte" in Wien.

Der Fortschritt in der Medizin steigt exponentiell, es fällt schwer, mit den neuesten Entwicklungen richtig Schritt zu halten. Umso wesentlicher ist es, vorerst weniger beachtete Aspekte zu reflektieren und die Auswirkungen auf die menschliche Psyche zu hinterfragen. Die Etablierung des Babynests im Wilhelminenspital im Oktober 2000 durch Stadtrat Dr. Sepp Rieder hat es bisher 25 Müttern ermöglicht, ihre Säuglinge (17 Buben, 8 Mädchen) straffrei in sichere Hände zu übergeben.

In den letzten Jahren ist die Frage der Identitätsfindung von "Babyklappen"-Kindern kontroversiell diskutiert worden. Der deutsche Ethikrat lehnt die Babyklappe, aber auch die anonyme Geburt ab und betont das Recht der Säuglinge, die Identität der Eltern kennenzulernen. So entstand die Überlegung, das Thema Identitätsfindung von Kindern in verschiedenen Situationen von unterschiedlichen Gesichtspunkten aus zu beleuchten.

Bei dem Symposium wird Prof. Dr. Andreas Lischka über die Gründung des ersten Babynests in Österreich berichten und den Bogen von Moses, dem ausgesetzten Kind, das zum größten Propheten wurde, über die Drehladen in mittelalterlichen Klöstern bis zur heutigen Situation spannen.

Die Psychotherapeutin und klinische Psychologin Dr. Hélène Siklossy wird "Aus dem Babynestalltag" berichten: "Über das Glück, 2 Mütter kennengelernt zu haben". LAbg.aD. Volkmar Harwanegg wird seine persönlichen Erfahrungen bei der späten Suche nach seinem Vater referieren.

Der Kinderpsychiater Prim. Dr. Werner Leixnering reflektiert über "Die Suche nach der Herkunft - ein Mental Health Aspekt". Univ.Prof. DDr. Matthias Beck, Pharmazeut, Mediziner und Professor für Moraltheologie an der Universität Wien, wird abschließend zur Frage "Identität, was ist das? Die Ich-Reifung (Identitätsreifung) am Du" und aktuelle Aspekte der modernen Medizin referieren.

Die Teilnahme an dem Symposium ist nur nach Anmeldung bei der MAW unter maw@media.co.at oder telephonisch bei Fr. Ingrid Winkler (+43 1 536 63-33) möglich.

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MAW, Ingrid Winkler
Tel.: +43 1 536 63-33

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