Korun: Gemeinsame Förderung von Schulkindern statt Trennung von Beginn an

Grüne: Einwanderungsland Kanada setzt auf verstärkte Förderung in Regelklassen

Wien (OTS) - "Das Schulsystem sollte Kinder zusammenbringen und fördern, anstatt sie von Anfang an zu trennen und Kinder mit einzelnen Schwächen in eigene Klassen zu stecken. Das Einwanderungsland Kanada setzt zum Bespiel seit Jahren auf massive Förderung von Kindern, die die Landessprache noch nicht beherrschen, in den Regelklassen statt sie rauszupicken und zu isolieren.

"Davon konnte ich mir selber ein Bild machen, als ich mir das kanadische Integrationsmodell vor ein paar Jahren vor Ort angeschaut habe", kommentiert die Integrationssprecherin der Grünen, Alev Korun, die abermalige Forderung vom Staatssekretär Kurz, Parallelklassen für Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen zu schaffen.

"Der Staatssekretär war selber vor kurzem in Kanada und hat das -auch laut Pisa - sehr erfolgreiche kanadische Fördermodell studieren können. Umso erstaunlicher ist sein Beharren auf Trennung der Kinder statt massiver Förderung durch mehr LehrerInnen in Regelklassen. Für letzteres müsste sich Kurz natürlich bei seiner Parteikollegin, Finanzministerin Fekter, stark machen, damit auch mehr Mittel für Förderung locker gemacht werden. Statt dessen auf Trennung von Anfang an zu setzen ist zwar kurzfristig 'billiger', löst aber kein einziges Problem", schließt Korun.

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