FPÖ-Mölzer: Österreich soll sich ein Vorbild am britischen Realitätssinn nehmen

Briten-Premier Cameron fordert Renationalisierungen und Euro-Reform - Sonderwünsche dürfen nicht nur für große EU-Staaten, sondern müssen für alle gelten

Wien (OTS) - Wenn David Cameron Änderungen im System der Währungsunion und Rückverlagerung von Kompetenzen an London fordert, dann sei dem zuzustimmen, meinte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zu den Aussagen des britischen Premiers in einem gestrigen TV-Interview. "Die Briten, die nicht am Euro teilnehmen, haben offenbar erkannt, dass die Währungsunion in ihrer derzeitigen Form zum Scheitern verurteilt ist", fügte Mölzer hinzu.

Deshalb forderte der freiheitliche EU-Mandatar die österreichische Bundesregierung auf, endlich mehr Realitätssinn zu zeigen und sich an London ein Vorbild zu nehmen. "Bisher haben Rot und Schwarz alles, was von der Brüsseler Zentrale verlangt wurde, brav umgesetzt und sich nicht um die berechtigten Interessen unserer Heimat gekümmert. Dabei wäre es immens wichtig, dem Zentralisierungswahn der Hoch-Eurokratie Schranken zu setzen und die EU-Irrwege zu beenden", erklärte Mölzer.

Allerdings dürften Sonderwünsche, so der freiheitliche Europaabgeordnete, nicht nur den großen Mitgliedstaaten, in diesem Fall Großbritannien, erfüllt werden. "Renationalisierungen, wie von Cameron gefordert, müssen für alle Mitgliedstaaten gelten. Wenn die Europäische Union nicht zu einem zentralistischen Moloch verkommen soll, dann braucht sie eine grundlegende Reform", schloss Mölzer.

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