"profil": Schwarzenberg: "Eine Berufsarmee ist teurer als ein Rekrutenheer. Wer anderes sagt, der betrügt"

AKW Temelin wird ausgebaut

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheindenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" nimmt Karl Schwarzenberg, der Außenminister der Tschechischen Republik, zur aktuellen Diskussion über die Zukunft des österreichischen Bundesheeres Stellung. Österreich stehe vor der Alternative: "Entweder will man auf ewig neutral bleiben, dann muss man eine stärkere Armee haben - so wie die Schweiz, Schweden oder Finnland." Oder aber man wolle eine kleine Berufsarmee, dann müsse man aber der NATO beitreten. Diese Alternativen seien klar, "nur formuliert sie in Österreich niemand".

Jedenfalls sei eine Berufsarmee teurer als ein Rekrutenheer. Wer das verschweige, "der betrügt", sagt der Politiker, der sich in den kommenden Tagen zur Wahl zum tschechischen Präsidenten stellt. Er rechnet sich allerdings keine großen Chancen aus, Nachfolger des amtierenden Staatsoberhauptes Vaclav Klaus zu werden. Schwarzenberg liegt bei Umfragen auf Platz drei oder vier.

Er bekräftigte, dass Tschechien das AKW Temelin ausbauen werde. Auch die Erfahrungen der Katastrophe von Fukushima hätten keinen Einfluss auf den Prager Nuklearkurs gehabt: "Der letzte Tsunami, den Böhmen erlebt hat, ereignete sich vor etwa 500 Millionen Jahren", so Schwarzenberg.

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