Arbeitslosigkeit am Bau durch Winterurlaub verringern

WKÖ-Bundesinnungsmeister Frömmel unterstützt Forderung der Gewerkschaft Bau-Holz

Wien (OTS/PWK004) - Die Forderung der Gewerkschaft Bau-Holz, die Winterarbeitslosigkeit am Bau durch verstärkten Verbrauch von Urlaub in den Wintermonaten zu reduzieren, wird von WKÖ-Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel unterstützt. "Es ist sinnvoll, Urlaube -insbesondere, wenn es sich um Alturlaube handelt - verstärkt in den Wintermonaten abzubauen, anstatt das Winterloch durch Arbeitslosigkeit zu überbrücken. Wir sind mit der Gewerkschaft Bau-Holz in Verhandlungen, die gesamte Thematik im Zusammenhang mit Urlaubsverbrauch und Urlaubsverjährung, auch im Konnex mit der Auflösungsabgabe neu zu regeln."

Dass es im Dezember 2012 eine um 7% höhere Bauarbeitslosigkeit gegeben hat, ist allerdings nicht nur auf den frühen Wintereinbruch zurückzuführen. Die höhere Arbeitslosenzahl lässt sich auch damit erklären, dass im Vergleichsjahr 2011 die Winterbeschäftigung relativ gut war und dass 2012 die Baufirmen um ca. 1,7% mehr Arbeiter beschäftigt haben als im Jahr davor. Bei höherer Beschäftigung ist im Falle eines Baustopps aufgrund Wintereinbruchs logischerweise auch der Anstieg der Arbeitslosenrate höher als bei vorheriger niedrigerer Beschäftigungsrate.

Das Argument des Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Bau-Holz NR Beppo Muchitsch, dass die Firmen die Arbeiter kündigten und keinen Urlaub gewährten, sei insofern nicht schlüssig, da der Urlaub zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbart wird, stellt Frömmel klar. Nach geltender Gesetzeslage liegt bei Auflösung des Dienstverhältnisses das Recht auf Urlaubsantritt sogar einseitig beim Bauarbeiter.

"Bei den Verhandlungen wird auch die Sinnhaftigkeit der derzeit bürokratischen Winterfeiertagsregelung zu hinterfragen sein", so der Bundesinnungsmeister weiter. Dabei handelt es sich um ein - nur für die Bauwirtschaft geltendes - Bonus-Malus-System, bei dem in den Sommermonaten von den Betrieben Beiträge abzuführen sind und nur für den Fall der Beschäftigung über die Winterfeiertage die Beiträge an den Arbeitgeber wieder refundiert werden.

"Ich erwarte mir in den nächsten Wochen konstruktive Gespräche in einem guten sozialpartnerschaftlichem Klima", betont Frömmel. (PM)

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