Glawischnig: Öl- und Gasförderpläne in der Arktis stoppen - Kritik an Shell

Grüne für Einrichtung eines internationalen Schutzgebietes nach Vorbild Antarktis

Wien (OTS) - "Das vor der Küste Alaskas auf Grund gelaufene Ölbohrschiff "Kulluk" des Shell-Konzerns zeigt deutlich, dass Ölkonzerne in den sensiblen Ökosystemen der Arktis nichts verloren haben", sagt die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig. "Ein Auslaufen der hundertausenden Liter Diesel, die sich an Bord des Schiffes befinden, hätte eine Umweltkatastrophe ungeahnten Ausmaßes zur Folge", warnt Glawischnig. "Offenbar hat der Shell-Konzern aus der Katastrophe im Golf von Mexico nichts gelernt und setzt weiter auf riskante Ölfördermethoden. Das ist verantwortungslos", kritisiert Glawischnig. "Die Arktis ist eine der letzten nahezu unberührten großen Naturparadiese der Erde. Ihr sensibles Ökosystem ist durch Klimawandel und Ölkonzerne massiv bedroht und braucht Schutz."

Die Grünen schlagen daher die Einrichtung eines internationalen Schutzgebietes in der Arktis nach dem Vorbild der Antarktis vor. Öl-und Gasförderung in arktischen Gewässern sollen verboten und dies durch ein verbindliches, internationales Protokoll festgeschrieben werden. Die Österreichische Bundesregierung soll sich dafür auf Ebene der EU und der UNO einsetzen. Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen angesichts der Pläne von Ölkonzernen, in der Arktis verstärkt aktiv zu werden, bereits im Dezember 2012 im Parlament eingebracht. Dieser wurde damals von den Regierungsparteien vertagt. "Ich hoffe SPÖ und ÖVP sind jetzt angesichts der drohenden Umweltkatastrophe bereit, den Vorschlag der Grünen aufzugreifen, und sich auf internationaler Ebene für einen wirkungsvollen Schutz des Naturparadieses Arktis einzusetzen", sagt Glawischnig.

Service: Der Grüne Antrag zum Schutz der Arktis ist über diesen Link abrufbar:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/A/A_02147/index.shtml

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