WKÖ-Klacska zu Feinstaubbericht: Heimische Verkehrswirtschaft hat ihre Hausaufgaben gemacht

Wirtschaftskammer kritisiert Wildwuchs an Fahrverboten und fordert Infrastruktur-Investitionen

Wien (OTS/PWK002) - "Wie der Feinstaubbericht des
Umweltbundesamtes zeigt, liegt es offenbar nicht an den von der Politik vorgegebenen Luftschutz-Maßnahmen, wenn die Messwerte nach unten zeigen. Für die Überschreitung der Grenzwerte ist sehr oft das Wetter verantwortlich. Aber auch punktuelle Ereignisse - wie etwa Silvesterfeuerwerke - sorgen auf einen Schlag für scheinbar alarmierende Ausreißer nach oben, wie Aussendungen des Umweltbundesamtes belegen. Deutlich wird jedenfalls: Die heimische Verkehrswirtschaft hat ihre Hausaufgaben in den vergangenen Jahren ausgezeichnet gemacht und massiv in die schadstoffarme Umrüstung des Fuhrparks investiert. Wir sorgen damit für den geringsten je dagewesenen Schadstoffausstoß - und zwar konstant", betont Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Heute 20 Lkw schadstoffärmer unterwegs als ein einzelner Lkw 1990 Seit 1990 sind die Emmissionsgrenzwerte für Dieselmotoren massiv reduziert worden. Die seit 1. Oktober 2009 verwendeten EURO 5 Modelle bei Bussen und Lkws reduzieren den Ausstoß von Stickoxiden um 80 Prozent und von Partikeln um 66 Prozent gegenüber EURO 0 Fahrzeugen (1990). Die ab 31. Dezember 2013 vorgeschriebenen Lkw und Busse der EURO 6 Generation emittieren sogar um 94 Prozent weniger Schadstoffe als ein EURO 0 Lkw. EURO 6 Fahrzeuge vereinen die weitere innermotorische Optimierung (Abgasrückführung) und die SCR-Technik (Abgasnachbehandlung). Klacska: "Das bedeutet: Heute sind 20 Lkw zusammen genommen schadstoffärmer unterwegs als ein einzelner Lkw im Jahr 1990".

Während die Fahrleistung auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen seit 2009 wieder deutlich an Fahrt gewinnt, war die Feinstaub-Belastung 2012 niedriger als in den letzten Jahren und vergleichbar hoch wie 2007 oder 2009.

Die steigende Fahrleistung stammt aber nicht von heimischen Unternehmen, erläutert Klacska: "Der Anteil ausländischer Fahrzeuge auf unseren Straßen ist weiter im Steigen begriffen. Es ist zwar unabdingbar, dass sich Österreichs Transportwirtschaft auch weiterhin an der Schadstoffminimierung festhält und dafür sehr viel Geld in die Hand nimmt. Wir dürfen dabei jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass unsere Betriebe gleichzeitig mit einem immer härter werdenden Wettbewerbsdruck aus den benachbarten Billiglohn-Ländern ausgesetzt sind. Die heimische Transportwirtschaft versorgt ganz Österreich flächendeckend mit notwendigen Gütern und schafft wichtige Arbeitsplätze. Deshalb brauchen wir dringend zielgerichtete Investitionen in die heimische Infrastruktur - und die Möglichkeit, diese Infrastruktur auch zu nutzen", verweist Klacska auf den Wildwuchs an Fahrverboten, der hohe Kosten, massive Umwegverkehre und damit auch unnötige Schadstoffemmissionen verursacht. (PM)

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