AK Test 3: AK fordert mehr Transparenz bei Umstellung auf Unisex-Tarife

Unisex-Umstellung darf zu keiner generellen Verteuerung von Versicherungsprämien führen

Wien (OTS/AK) - Seit 21. Dezember 2012 dürfen Versicherer EU-weit nur mehr sogenannte Unisex-Tarife anbieten, also keine geschlechtsspezifische Prämienkalkulation bei neu abgeschlossenen Verträgen mehr vornehmen. Wie die Bestimmungen auf neu abgeschlossene Pflegeversicherungs-Verträge umgesetzt werden, ist weitgehend un-klar. Die Versicherer äußern sich nicht konkret, wie die Prämien für Männer und Frauen gestaltet werden. Das zeigt eine Analyse der Homepages von elf Versiche-rungen im Dezember, die Pflegeversicherungen anbieten. Die AK fordert von den Versicherern mehr Klarheit und keine generelle Verteuerung bei den Prämien.

Konkret zeigt die Analyse der elf Versicherungs-Homepages vom 22. bis 27. Dezember 2012: Nur drei Versicherer nehmen bei Informationen über Pflegeversicherungen Bezug auf die Unisex-Umstellung. Konkrete Angaben über Unisex-Prämien für Männer und Frauen sind auf den Homepages und Produktinformationen nirgends zu finden.

Die AK verlangt, dass die Versicherungsnehmer nachvollziehbare Informationen zu den Unisex-Tarifen vorfinden. Außerdem darf die Umstellung nicht genutzt werden, dass es in Summe zu Verteuerungen für die VersicherungsnehmerInnen kommt. Das soll auch für Pflegeversicherungen gelten. Die AK wird die Prämienentwicklung im Auge behalten.

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