ASFINAG: OPTIMIERTER SALZVERBRAUCH DURCH HIGH-TECH

Die ASFINAG setzt auf modernste Technik in Fahrzeugen und auf der Strecke

Wien (OTS) - Die ASFINAG setzt beim Salz streuen auf Optimierung durch High-Tech. Und wenn die orangen Brummis im Winter unterwegs sind, dann steckt modernste Technik dahinter. Von GPS und Infrarot über mehr als 300 elektronische Glättemeldeanlagen und neuen Streuverfahren, kommt alles zum Einsatz, was die Technik derzeit zu bieten hat. "Sicherheit geht in jedem Fall vor", betont Heimo Maier-Farkas, Abteilungsleiter des operativen Autobahnbetriebes. "Dennoch sind wir uns unserer Verantwortung der Umwelt gegenüber sehr bewusst. Ausgeklügelte Technik hilft uns dabei, zeitgerecht die richtigen Mengen Salz zu streuen". Wie viel Salz bei welcher Temperatur gestreut wird, das steuern die GPS-Anlagen in den Winterdienstfahrzeugen. Zur Streu-Vorbereitung werden alle wichtigen Infos wie Wetter, Fahrbahnbeschaffenheit und auf der Fahrbahn befindliche Restsalzmengen in einem eigens für die ASFINAG angefertigten Entscheidungs-Unterstützung-Programm - kurz MDSS -zusammengeführt. Ob High-Tech Geräte oder optimierte Streupläne - die ASFINAG setzt dabei auf die Unterstützung der Wissenschaft. Gemeinsam mit der TU-Wien werden laufend Versuche durchgeführt um Wirkung, Wirtschaftlichkeit und die höchstmögliche Schonung für Umwelt und Material beim Streumitteleinsatz auf einen Nenner zu bringen. "Mit der entwickelten Formel für den optimalen Winterdienst konnte gezeigt werden, dass Streusalz auf Autobahnen und Schnellstraßen derzeit die beste Alternative darstellt", bekräftigt Dr. Markus Hoffmann von der TU Wien.

Heiß oder kalt und trocken oder feucht - jedem Wetter seine Streuart

Abwechselnd zur bewährten Trockensalzstreuung setzt die ASFINAG verstärkt auf Feuchtsalzstreuung oder auch auf Flüssigstreuung, die entweder heiß oder kalt erfolgt. Die Heiß-Flüssig-Streuung wird bei sehr starken Schneefällen angewendet: "Die Sole wird dabei mit Hochdruck auf die Fahrbahn gespritzt und "zerschneidet" quasi den Schneebelag", erklärt Maier-Farkas. Zur vorbeugenden Streuung hingegen kommt die Kalt-Flüssig-Streuung zum Einsatz. Damit sollen Windverwehungen verringert werden. Maier-Farkas: "Tests haben gezeigt, dass bei Trockensalzstreuung die Wehverluste bei bis zu 60 Prozent liegen können. Das verhindern wir, indem wir bei entsprechenden Witterungen die Feuchtstreuung einsetzen". Beide Versuche werden natürlich auch durch die TU Wien begleitet.

Infrarot im Probebetrieb

Fahrbahn ist nicht gleich Fahrbahn. Brücken speichern Feuchtigkeit anders als Fahrbahnen mit festem Untergrund. Damit also auch innerhalb sehr kurzer Abstände die individuell optimale Salzmenge gestreut wird, testet die ASFINAG den Einsatz von Infrarot-Sensoren. Mit deren Hilfe wird punktuell die Streumenge innerhalb weniger Sekunden automatisch umgestellt. Die Infrarot-Sensoren im LKW messen laufend die Feuchtigkeit der Fahrbahn und regeln so die Streuung noch genauer.

Salz und andere Alternativen

In den vergangenen Jahren wurden in Kooperation mit der TU-Wien viele Alternativen zur Salz- und Solestreuung getestet. Das Ergebnis ist eindeutig: Alternative Streumittel sind derzeit weder wirtschaftlich noch sicher genug. Dazu kommt, dass Alternativen auch deutlich teurer sind. Im Durchschnitt beträgt der Salzverbrauch für Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen pro Winter 92.000 Tonnen. Das klingt enorm viel, ist aber bei genauer Betrachtung wenig. Pro Quadratmeter werden im gesamten Winter nur 1,6 kg Salz aufgebracht.

Die ASFINAG und der Winterdienst

  • 43 Autobahnmeistereien
  • 1.400 Mitarbeiter
  • 2.178 zu betreuende Kilometer
  • 36 zu betreuende Rastplätze
  • 89 zu betreuende Raststationen
  • 92.000 Tonnen Salzlagerkapazität
  • 500 Winterdienst-Einsatz-Fahrzeuge
  • 300 Glättemeldeanlagen entlang der Strecke
  • 280 Straßenwetterstationen

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Alexandra Vucsina-Valla
AUTOBAHNEN- UND SCHNELLSTRASSEN-
FINANZIERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT
Pressesprecherin für Wien, NÖ, Bgld
TEL: +43(0)50 108 17825
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