Rossmann zu Steuerrefom: Ökologisierung des Steuersystems längst überfällig

Grüne wollen Erbschafts- und Schenkungssteuer wieder einführen und Steuerhinterziehung bekämpfen

Wien (OTS) - Auch die Grünen sehen Unzulänglichkeiten im Steuersystem und schlagen Ministerin Fekter vor an folgenden Schrauben zu drehen:
"Die Verteilungsungerechtigkeiten im Steuersystem müssen dringend beseitigt werden. Das gilt insbesondere für die hohe Belastung des Faktors Arbeit und für die de facto nicht bestehende Besteuerung von Vermögen in Österreich", sagt Bruno Rossmann, Nationalratsabgeordneter der Grünen.

Aufgrund der Befunde einer neuen Studie der Österreichischen Nationalbank zur Verteilung von Vermögen in Österreich sollen die Erbschafts- und Schenkungssteuer wieder eingeführt werden. Aus den Ergebnissen dieser Studie lässt sich errechnen, dass in Österreich jährlich rund 30 Milliarden Euro an Vermögen steuerfrei vererbt werden. "Wir fordern daher eine Erbschafts- und Schenkungssteuer, die ihren Namen verdient. Im Gegenzug könnten die niedrigen Einkommen entlastet werden", sagt Rossmann.

Außerdem ist es hoch an der Zeit die Ökologisierung des Steuersystems voran zu treiben. Die Grünen haben bereits vor Jahren entsprechende Vorschläge gemacht. Laut Rossmann haben andere Länder, wie etwa Dänemark, längst die richtige Richtung eingeschlagen und haben wichtige Schritte zu einer Ökologisierung ihrer Steuersysteme gesetzt.

Zusätzliches Geld würde laut Rossmann die Umsetzung der so genannten EU-Zinsenrichtlinie bringen: "Wenn sich Ministerin Fekter weiterhin weigert, dem automatischen Informationsaustausch zuzustimmen, begeht sie Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Millionenhöhe."

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