ÖAMTC: Unfallstatistik 2012 zeigt Sensibilisierungsbedarf für Risikofaktor Übermüdung

Kindersicherungsmoral steigt

Wien (OTS) - Im Vorjahr kamen laut Bundesministerium für Inneres 522 Personen auf Österreichs Straßen ums Leben (vorläufige Zahlen). Im Jahr 2011 verunglückten 523 Personen bei Verkehrsunfällen tödlich.

Einen Rückgang von über zwei Prozent gab es bei der Anzahl der getöteten Pkw-Lenker und Pkw-Insassen. Hier verunglückten im Vorjahr 276 Personen tödlich, im Jahr 2011 waren es 282. "Die verbesserte Fahrzeugtechnik hat hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet. Fahrerassistenzsysteme sind mittlerweile weit verbreitet. Sie tragen wesentlich zur Unfallvermeidung bzw. zur Abmilderung von Folgen bei", so die ÖAMTC-Verkehrsexpertin Marion Seidenberger.

Gleichzeitig warnt sie jedoch davor, sich allzu sehr auf die Technik zu verlassen. "Selbst die ausgeklügeltste Technologie kann menschliche Fahrfehler verursacht durch Übermündung nicht vollständig ausgleichen", warnt die Clubexpertin anlässlich der jüngsten Unfallstatistik. Immerhin verunglückten im Vorjahr 4,9 Prozent tödlich aufgrund von Übermüdung im Straßenverkehr - ein beunruhigender Trend.

"Aber nicht nur Sekundenschlaf kann Auslöser für einen Unfall sein." Schlafmangel führt generell zu erhöhter Reizbarkeit, Aggression sowie Gedächtnis- und Wahrnehmungsstörungen. "Beim Autofahren kann sich das so auswirken, dass man Gefahrensituationen, wie einen zu geringen Sicherheitsabstand oder eine falsche Tempowahl, einfach nicht mehr richtig einschätzen kann", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Um diesem gefährlichen Trend entgegenzuwirken, laufen beim ÖAMTC bereits seit mehreren Jahren unterschiedliche Forschungsprojekte zu diesem Thema. "Ziel unserer Arbeit ist, Autolenker für den Risikofaktor Übermüdung zu sensibilisieren", beschreibt Seidenberger.

Eine Bewusstseinsänderung ortet die Clubexpertin im Bereich der Kindersicherung. 2012 wurden acht Kinder im Straßenverkehr getötet, 2011 waren es 13. Richtige Kindersicherung - also die Verwendung eines altersadäquaten Kindersitzes und ordnungsgemäßes Angurten -kann Leben retten. "Offenbar ist diese Botschaft inzwischen bei vielen angekommen. Dennoch: Es gibt auch in diesem Bereich noch weiteren Aufklärungsbedarf", weiß die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

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