Papst: Der Mensch ist zum Frieden berufen

Katholische Kirche begeht am Dienstag Weltfriedenstag - In Botschaft dazu hatte Benedikt im Dezember vor ungezügeltem Kapitalismus gewarnt

Vatikanstadt, 01.01.13 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat in seiner Neujahrspredigt dazu aufgerufen, die Hoffnung auf Frieden in der Welt nicht aufzugeben. Der Mensch sei für den Frieden geschaffen, auch wenn die Welt noch immer von Spannungsherden gekennzeichnet sei, sagte er bei einer Messe im Petersdom. Als Ursachen für den Unfrieden in der Welt kritisierte er eine wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich und egoistisches Denken. Dieses komme in einem "ungezügelten Finanzkapitalismus" zum Ausdruck. Auch Terrorismus und Kriminalität gefährdeten den Frieden, so der Papst.

Die katholische Kirche beging am Dienstag den Weltfriedenstag. Er stand in diesem Jahr unter dem biblischen Motto "Selig, die Frieden stiften". Der Weltfriedenstag wurde 1967 von Papst Paul VI. (1963-1978) eingeführt.

Benedikt XVI. sagte weiter, kein Leiden der Welt könne Christen die Hoffnung auf Frieden nehmen. Friede sei eine Gabe Gottes, verlange aber auch Engagement des Menschen. Es gehe darum, nach dem Willen Gottes zu leben, im Frieden mit sich selbst, dem Nächsten und mit der Schöpfung.

In seiner im Dezember veröffentlichten Botschaft zum diesjährigen Weltfriedenstag hatte der Papst vor einem ungezügelten Kapitalismus als Gefahr für den Weltfrieden gewarnt. Zugleich betonte er, ohne Schutz des menschlichen Lebens und der Ehe sei echter Frieden nicht möglich. Dabei wandte er sich auch gegen die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit Ehen sowie gegen Sterbehilfe.

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