Berlakovich: "Wehrpflicht garantiert Katastrophenschutz"

Zivildienst als zentrale Stütze des Sozialsystems

Eisenstadt (OTS) - Am 20. Jänner entscheiden die Österreicherinnen und Österreicher über die Zukunft der Wehrpflicht und des Zivildienstes. Dass dies kein Match "Rot gegen Schwarz" ist, bekennen Tausende in der überparteilichen Initiative "Einsatz für Österreich". Umweltminister Niki Berlakovich und der Vorsitzende des Burgenland-Komitees "Einsatz für Österreich", Prof. DI Otto Prieler, gaben heute in Eisenstadt den Startschuss zur Kampagne "Ja zur Allgemeinen Wehrpflicht, ja zum Zivildienst". Gleichzeitig wurde das zugehörige Plakat präsentiert.

"Bei dieser Volksbefragung geht es darum, ob der österreichische Staatsbürger bereit ist, im Rahmen der Wehrpflicht Verantwortung für seine Heimat und seine Mitbürger in Landesverteidigung, Katastrophenhilfe oder Zivildienst zu übernehmen. Zudem ist der Zivildienst ohne die Wehrpflicht nicht möglich und damit würden wichtige Dienste an der Gesellschaft in dieser bewährten Form nicht mehr möglich sein, denn 14.000 junge Menschen in 1.200 verschiedenen Einrichtungen stellen die Stütze unseres Sozial- und Gesundheitssystems dar", unterstrich Berlakovich und führt weiter aus: "Internationale Statistiken wie die Katastrophendatenbank EM-DAT zeigen seit Mitte des vorigen Jahrhunderts weltweit einen langfristigen Anstieg der Häufigkeit von Katastrophen. Bei Naturkatastrophen ist dieser Trend bis in die Gegenwart leider fast ungebrochen." Das Bundesheer sei daher Garant für den Katastrophenschutz und wenn es um die Sicherheit gehe, dürfe es keine Kompromisse geben. Gerade im Katastrophenfall müssten sich die Bürger auf den Einsatz des Bundesheeres verlassen können. Berlakovich: "Hier darf es keine Experimente mit der Sicherheit geben. Eine hundertprozentige Garantie gegen diese Katastrophen gibt es nicht, aber sicher ist, dass ein schlagkräftiges Bundesheer mit Wehrpflicht für Sicherheit sorgt."

"Im Zuge meiner Wehrpflicht-Diskussionen mit unterschiedlichsten Personen habe ich oft gehört: Warum entscheiden nicht die Politiker in Wien? Weil diese Entscheidung eine Frage der Werte aller Österreicher ist und sich die Debatte um die Wehrpflicht dabei auf einige Kernfragen reduzieren lässt", bringt Prieler die Diskussion auf den Punkt.

Solidarität - Hat jeder Österreicher Verantwortung gegenüber Heimat und Mitmenschen?
Demokratie - Sollen alle Gesellschaftsgruppen im Bundesheer vertreten sein oder nur eine abgeschlossene Kaste?
Qualität: Ist es nicht besser die unterschiedlichsten Begabungen aller Bevölkerungsschichten zu nutzen, als nehmen zu müssen, was gerade kommt?
Quantität: Ist es nicht unmöglich, die nötige Mannstärke zu sichern, wenn bisher für Assistenz-, Auslands- und Katastropheneinsatz drei Viertel Rekruten oder Milizsoldaten notwendig waren?
Finanzen: Ist ein Berufsheer im Alltag nicht zu teuer und groß, im Einsatzfall aber zu klein? Und ist es nicht zu teuer, mir "Freiwillige zu kaufen" um das nötige Personal zu verpflichten? Freiwilligkeit: Konkurrieren bezahlte "Profis" nicht mit Tausenden Freiwilligen in Feuerwehr, Rettung und anderen Hilfsorganisationen? "Für uns lassen sich diese Fragen mit einem klaren JA beantworten, deshalb treten wir energisch für ein JA zur Wehrpflicht ein. Das bedeutet gleichzeitig ein JA zum Zivildienst,." so Otto Prieler.

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