Kopf: Am 20. Jänner eindeutig für Wehrpflicht und Zivildienst

ÖVP-Klubobmann: Es geht bei diesem Volksentscheid vor allem um eine gesellschaftspolitische Frage

Bregenz, 28. Dezember 2012 (ÖVP-PK) "Die Bevölkerung entscheidet am 20. Jänner nicht nur eine sachlich-ökonomische, sondern auch eine gesellschaftspolitische Frage. Nämlich die Frage, ob wir Friedenssicherung, Katastrophenhilfe und sozialen
Hilfsdienst weiterhin als Verantwortung der gesamten Gesellschaft sehen, oder ob wir eine weitere Verstaatlichung unserer Bürgergesellschaft vorantreiben. Deshalb bin ich ganz entschieden für die Beibehaltung der - allerdings zu reformierenden -Wehrpflicht und des Zivildienstes" sagte heute, Freitag, ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf im Rahmen einer Pressekonferenz in Bregenz. ****

"Die SPÖ-Propaganda, wonach man den jungen Männern mit der Wehrpflicht ein halbes Jahr Lebens- bzw. Erwerbszeit 'stehle', ist Ausdruck einer besonders unsolidarischen Einstellung und ein Schlag ins Gesicht aller Ehrenamtlichen, die im Laufe ihres Lebens zusammengerechnet weit mehr als sechs Monate ihrer Zeit der Allgemeinheit unentgeltlich zur Verfügung stellen" so Kopf.

Die allgemeine Wehrpflicht basiere - so Kopf - auf dem Gedanken der gesellschaftlichen Mitverantwortung und des zivilgesellschaftlichen Engagements. Sie unterstütze die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Rekruten in Bezug auf Teamgeist, Solidarität, Disziplin und den Erwerb von Zusatzkompetenzen. Die Wehrpflicht sichere uns ein Bundesheer, das in der Bevölkerung fest verankert und im Ernstfall für die Bevölkerung da ist. Sie sei außerdem eine wichtige Rekrutierungsbasis für Berufs- und Milizsoldaten. Die Wehrpflicht garantiere im Wege des Zivildienstes die Funktionsfähigkeit vieler sozialer Rettungs- und Hilfsdienste, außerdem habe der Zivildienst eine wichtige Rekrutierungsfunktion für spätere Freiwillige. Bundesheer und Zivildienst würden durch die Wehrpflicht zu "verbindenden Organisationen" mit integrativer Funktion.

Mit einem reinen Berufsheer und Sonderprämien für die so genannte "Profi-Miliz" sowie einem mit 1.386 Euro monatlich bezahlten Sozialdienst würde das Bewusstsein für die gesellschaftliche Mitverantwortung und die Bereitschaft zum zivilgesellschaftlichen Engagement geschwächt. "Die SPÖ-Propaganda, wonach man den jungen Männern mit der Wehrpflicht ein halbes Jahr Lebens- und Erwerbszeit 'stehle', ist Ausdruck einer besonders unsolidarischen Einstellung und ein Schlag ins Gesicht aller Ehrenamtlichen, die im Laufe ihres Lebens zusammengerechnet oft meist viel mehr als sechs Monate ihrer Lebenszeit der Allgemeinheit zur Verfügung stellen" so Kopf.

Einem Berufsheer würden schließlich - wie in Schweden oder Deutschland - Rekrutierungsprobleme in Qualität und Quantität sowie mittelfristig der Verlust der Miliz drohen, die ja aus der Wehrpflicht herauswachse. "Und schließlich überfordern wir mit einem Berufsheer den Staatshaushalt, denn ein Berufsheer ist für den Alltag zu teuer und im Ernstfall zu klein", so Kopf abschließend.

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