AKS/SJ/VSStÖ: Verurteilung der Räumung des Flüchtlingscamps

Jugendorganisationen kritisieren polizeiliches Vorgehen bei Räumung des Flüchtlingscamps Jugendorganisationen kritisieren polizeiliches Vorgehen bei Räumung des Flüchtlingscamps

Wien (OTS) - Heute um 04:30 wurde das Refugee Camp, in dem seit dem 23. November Flüchtlinge aus mehrere Auffanglagern vor der Votivkirche in Wien für ihre Rechte demonstrierten, von 200 Polizist_innen aufgelöst. Als Grund wurde das Campier-Verbot angegeben. Die Jugendorganisationen Aktion kritischer Schüler_innen (AKS), Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) und Verband sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ) reagieren empört und fordern wiederholt ein menschenwürdiges Asylgesetz.

"In Österreich muss es möglich sein friedliche Demonstrationen abzuhalten. Statt das Camp aufzulösen, muss das Innenministerium endlich die Forderungen der Flüchtlinge ernstzunehmen. Dazu gehört unter anderem endlich die Möglichkeit, dass AsylwerberInnen in Österreich eine Arbeitserlaubnis bekommen", so Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der SJÖ.
Auch Jessica Müller kritisiert die polizeiliche Vorgehensweise: " Die Räumung des Camps, auf Grund des Campier-Verbots, ist schlichtweg ein billiger Vorwand der Polizei gewesen. Wir fordern, dass sämtliche Anzeigen auf Grund des Campier-Verbots umgehend fallen gelassen werden."

Die Jugendorganisationen haben in den vergangenen Wochen das Flüchtlingslager unterstützt und sprechen sich weiterhin für die Rechte und Forderungen der Asylwerber_innen aus und erwarten sich eine Stellungnahem des Innenministeriums.
"Hier wurde ein friedlicher Protest ohne Rücksicht oder Erklärung dem Erdboden gleichgemacht. Der Umgang mit den Flüchtlingen war auf keinen Fall menschenwürdig. Wir fordern weiterhin ein Asylgesetz, das Menschen beschützt, denn eines muss klar sein - kein Mensch ist illegal", schließt Tatjana Gabrielli, Vorsitzende der AKS.

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Bundesvorsitzende der AKS
Tel: 069911408142
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