Maier: Pyrotechnikgesetz muss verschärft werden

Anzeigequote im Silvestervergleich stark gestiegen - Rund 60 Prozent mehr Anzeigen seit 2007

Wien (OTS/SK) - Die Zahl der Vorfälle mit Feuerwerkskörpern ist im Silvester-Jahresvergleich erneut gestiegen. SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier fordert daher eine Verschärfung der Strafbestimmungen des Pyrotechnikgesetzes. "Jedes Jahr gibt es zahlreiche Unfälle im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern - Verletzungen sowie oft erhebliche Sachschäden sind die Folge. Die Zahl der Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz betrug im vergangenen Jahr zu Silvester 1.178, was einen neuen Negativrekord darstellt", begründete Maier heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz in Salzburg seine Forderung nach mehr Kontrollen durch die Polizei und abschreckende Strafen. Die meisten Anzeigen gab es in Niederösterreich (678) und Oberösterreich (286). ****

Im Vergleich zum Vorjahr gab es um Silvester 9,78 Prozent mehr Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz, auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist auf 28 angestiegen. 6.330 Kilogramm an pyrotechnischen Gegenständen wurden beschlagnahmt. Im Zeitraum 4. Jänner 2011 bis 3.Jänner 2012 wurden 4.221 pyrotechnische Gegenstände kontrolliert und es fanden 1.283 Betriebskontrollen statt. "Die Gesundheitsrisiken und Gefahren durch Feuerwerkskörper sind nicht zu unterschätzen, deren Abfeuern führt jedes Jahr zu massiven Problemen. Unter der entstehenden Lärmbelästigung leiden vor allem kleine Kinder und ältere Menschen. Zudem führt die Silvesternacht auch zu einer enormen Schadstoffbelastung für die Umwelt, insbesondere durch Feinstaub- und Schwermetallemissionen", erklärte Maier. Die Bestimmungen des neuen Pyrotechnikgesetzes müssen durch die Behörden daher weiterhin konsequent kontrolliert sowie die Schutzbestimmungen verbessert werden.

"Eine besondere Aufgabe kommt nach dem Pyrotechnikgesetz den Bürgermeistern zu, da die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände der Kategorie F2 im Ortsgebiet verboten ist. Darunter fallen auch die sogenannten "Schweizer-Kracher". Abgefeuert werden dürfen Feuerwerkskörper der Kategorie F2 nur dann, wenn durch den Bürgermeister mit einer Verordnung bestimmte Teile des Ortsgebietes von diesem Verbot ausgenommen werden", so der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher. Er erwartet sich jedenfalls klare Regelungen durch die österreichischen Bürgermeister, um Risken für Mensch, Tier und Umwelt auszuschließen.

Im Vorfeld des Jahreswechsels werden jedes Jahr Millionenumsätze mit pyrotechnischen Artikeln für Silvesterfeiern erzielt. Maier mahnte, dabei nicht zu vergessen, dass Feuerwerkskörper zumeist in Billiglohnländern wie Indien oder China unter menschenverachtenden Bedingungen erzeugt werden, oft von Kindern oder Jugendlichen. Der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher schließt sich abschließend den Forderungen an, auf Feuerwerkskörper eine steuerliche Sonderabgabe einzuheben, gleichgültig, ob sie als Bundes- oder Landesabgabe konzipiert ist. (Schluss) js/ah

SERVICE: Eine Unterlage zu Zwischenfällen mit Feuerwerkskörpern sowie aktuelle Statistiken finden Sie unter:
spoe.at/bilder/d281/Unterlage_Pyrotechnik_2011_12.docx

Die von SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier erstellten Sicherheitstipps zum Kauf und Abfeuern von Feuerwerkskörpern sind unter diesem Link zu finden:
http://www.spoe.at/bilder/d276/maier_Sicherheitstipps.pdf

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