Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche auch in den Feiertagen

Wien (OTS) - Trotz zahlreicher Sportgeschenke unter dem Christbaum bewegen sich viele Kinder und Jugendliche gerade in den Weihnachtsferien noch weniger als in der Schulzeit, da die Turnstunden in dieser Zeit wegfallen.

Lediglich ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen erfüllen die österreichischen Empfehlung für gesundheitswirksame Bewegung. Diese besagen, dass Kinder und Jugendliche jeden Tag mindestens 60 Minuten mit zumindest mittlerer Intensität körperlich aktiv sein sollen um einen positiven Effekt auf die Gesundheit zu erzielen. Jede Möglichkeit für Kinder und Jugendliche sich mehr zu bewegen ist ein Gesundheitsgewinn.

Trotz der zu begrüßenden wichtigen Forderung nach der täglichen Turnstunde werden in der aktuellen öffentlichen Diskussion aber viele Aspekte vernachlässigt. Zur Prävention und Behandlung von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen müssen zusätzlich Maßnahmen wie auf die Zielgruppe abgestimmte Bewegungsprogramme sowie Miteinbeziehung von Ernährungsaspekten und der seelischen Gesundheit umgesetzt werden.

Die Österreichische Gesellschaft für Public Health, die Österreichische Adipositasgesellschaft, die Österreichische Diabetesgesellschaft, die Diabetesinitiative Österreich und die SPORTUNION Österreich fordern deshalb:

  • Schaffung einer Kultur, in der Bewegung für Kinder und Jugendliche als etwas Erstrebenswertes angesehen wird
  • Ganzheitlicher Ansatz in der Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen
  • Gezielte Bewegungsförderungsprogramme, die die Betroffenen nicht diskriminieren, außerhalb des Turnunterrichts bei bereits übergewichtigen Kindern und Jugendlichen
  • Schaffung sicherer Schulwege, die körperlich aktiv absolviert werden können
  • Aktualisierung des Sportstättenplanes und Ergänzung um Bewegungsräume
  • Gewährleistung ausreichender Grünflächen und altersgerechter Sportanlagen für Bewegung
  • Körperlich aktive Nachmittagsbetreuung mit Einbindung der Sportvereine

Der Jahreswechsel, der häufig verbunden ist mit Vorsätzen wie mehr Bewegung zu machen sollte zum Anlass genommen werden auch im öffentlichen Bereich nachzudenken, welche Voraussetzungen es auf Gesellschaftsebene für mehr Bewegung braucht.

Ass.-Prof. PD. Dr. Thomas Dorner, MPH (Österreichische Gesellschaft für Public Health)

Univ. Prof. Dr. Thomas Wascher (Österreichische Diabetesgesellschaft)

Mag. Dr. Christian Lackinger (Diabetesinitiative Österreich)

Abg. z. NR Peter Haubner (SPORTUNION Österreich)

Rückfragen & Kontakt:

SPORTUNION Österreich
Mag. Rainer Rösslhuber
Telefon: +43 664 60613301
Email: r.roesslhuber@sportunion.at

Österreichische Gesellschaft für Public Health
Ass.-Prof. PD. Dr. Thomas Dorner, MPH
Telefon: +43 1 40160 34884
Email: thomas.dorner@meduniwien.ac.at

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