FPÖ-Obermayr: EFSA bewertet Gentechnik-Konstrukte weiterhin auf Basis von Herstellerangaben

Unabhängige Langzeitstudien sind für objektive Beurteilung unabdingbar

Wien (OTS) - "Man könnte beinahe an ein spätes Weihnachtswunder glauben", liest man Medienberichte zum geplanten neuen Umgang der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mit Gentechnik-Zulassungen", so heute der freiheitliche EU-Mandatar Mag. Franz Obermayr. "Verlautet hier doch aus der wegen ihrer Industrienähe vielgescholtenen Behörde, dass man überlege künftig Langzeitfütterungsstudien zu etablieren, statt der bisherigen lediglich 90tägigen Fütterungen - die allerdings auch nicht verpflichtend sind."

"Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung", betont Obermayr. "In Richtung Objektivität, Seriosität und vor allem in Richtung Konsumentenschutz. Der Glaube an die frohe Botschaft wird aber umgehend erschüttert, wenn dieselbe Behörde, die sich medienwirksam einsichtig zeigt, weiterhin strikt im Sinne der Industrie agiert, wo es ans Eingemachte geht. So bewirkt der Pollen des, ebenso wie die EFSA selbst, umstrittenen Gen-Maises MON 810 des Herstellers Monsanto laut EFSA keine zusätzlichen Gesundheitsrisiken, ist er in Lebensmitteln enthalten. Unabhängige Wissenschaftler zweifeln, wegen des enthaltenen Insektengiftes, seit Jahren an dieser Darstellung", erläutert Obermayr, der schließt: "Aber die EFSA hat sich bei dieser ihrer Bewertung einmal mehr ausschließlich auf Herstellerdaten verlassen, was das genaue Gegenteil von Objektivität, Seriosität und Vorsorgeprinzip bedeutet."

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