Land&Forst Betriebe NÖ: Steigender Schwarzwildbestand erfordert aktives Handeln

Forcierung der Bejagung mittels neuer Jagdstrategien

Wien (OTS) - "Die globale Klimaerwärmung mit wärmeren Wintern sowie die Anpassung der Ernährungsgewohnheiten des Schwarzwildes an die gegenwärtigen land- und forstwirtschaftlichen Kulturen sind nur einige Faktoren, die eine Zunahme von Wildschweinbeständen verursachen. Dazu kommt, dass gute und häufigere Mastjahre von Buche und Eiche die natürliche Fortpflanzung dieser Wildart begünstigen. In den letzten beiden Jahren ist die Vermehrung des Schwarzwildes in Niederösterreich spürbar gestiegen. Wildschäden in landwirtschaftlichen Kulturen, wie zum Beispiel in Maisfeldern, oder der Umbruch in forstlichen Kultur- und Naturverjüngungsflächen sind nur einige Folgen dieser Entwicklung", nimmt Friedrich HARDEGG, Vorstandsmitglied der Land&Forst Betriebe Niederösterreich, zur aktuellen Schwarzwildproblematik in Niederösterreich Stellung.

In den letzten Jahren hat sich in ganz Mitteleuropa das Schwarzwild stark vermehrt. Zudem finden sich heute Schwarzwildpopulationen in Gebieten, wo sie ursprünglich nicht beheimatet waren. Neben den steigenden Schäden in der Land- und Forstwirtschaft wirkt sich die Vermehrung des Schwarzwildes insofern negativ aus, dass die Gefahr der Schweinepest sowie der Wildunfälle steigt und auch bereits Gärten und öffentliche Grünflächen von gröberen Schäden betroffen sind. Vor diesem Hintergrund ist die Jagd aufgefordert, ihre landeskulturelle Aufgabe zu erfüllen und die Schwarzwildbestände zu regulieren. Diese Notwendigkeit setzt Jagdstrategien voraus, die bestimmte Grundsätze berücksichtigen. Bei der intensiven Bejagung von Schwarzwild, mit allen zulässigen Jagdarten, kommt dabei der Durchführung von koordinierten Bewegungsjagden und Sammelansitzen eine bedeutende Rolle zu.

"Als aktive Land- und Forstbewirtschafter sind wir daran interessiert, dass etwaige Schäden auf Feldern, Äckern und im Wald minimiert und wenn geht gänzlich vermieden werden. Daher unterstützen wir die Jägerschaft bei der Regulierung des Schwarzwildbestandes nach all unseren Möglichkeiten. Dies geht auch aus einer kürzlich durchgeführten Mitgliederumfrage innerhalb des Verbandes Niederösterreich hervor. Allerdings distanzieren wir uns von verordneten Riegeljagden, denn diese ziehen gesetzeswidrige Eingriffe in das Eigentums- und Jagdrecht nach sich und verfehlen die erwünschte Wirkung", so das Vorstandsmitglied zur aktuellen Schwarzwildsituation.

"Die Land&Forst Betriebe Niederösterreich forcieren die Bejagung mittels neuer Jagdformen und stehen freiwilligen Drück- und Riegeljagden positiv gegenüber. Bei einer professionellen Organisation dieser Jagdform wird effizient und wildgerecht eine Bestandsregulierung durchgeführt. Weiters ist es damit möglich, auf die zeitlichen und örtlichen Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen und alle Eigentums- und Jagdrechte zu berücksichtigten. Aus wildökologischer Sicht macht es dabei Sinn, bei einer Riegeljagd gleich alle Schalenwildarten zu bejagen. Professionell organisierte Treibjagden sorgen auf Grund ihrer detaillierten Vorbereitung und Planung für eine wirkungsvolle Regulierung", so Friedrich HARDEGG, Mitglied des Vorstandes der Land&Forst Betriebe Niederösterreich, abschließend.

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