Industrie zu Einkommensbericht: Darstellung stark verzerrt

IV-GS Neumayer: Einkommen in Österreich gestiegen - Mythos der wachsenden Einkommensschere in Österreich einfach nicht gegeben - Industrie zahlt überdurchschnittliche Löhne

Wien (OTS/PdI) - "Das reale Einkommen in Österreich entwickelt sich bei weitem nicht so, wie es im aktuellen Einkommensbericht angegeben wird. Die Darstellung zu den Einkommenszuwächsen in Österreich ist stark verzerrt, vor allem durch Teilzeit- und geringfügiges Einkommen", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer heute, Donnerstag, zum Einkommensbericht der Statistik Austria im Auftrag des Rechnungshofes.

"Personen, die in jeweils zwei aufeinanderfolgenden Jahren ganzjährig erwerbstätig waren und deren soziale Stellung sich nicht geändert hat, weisen seit 2000 inflationsbereinigte Einkommenszuwächse aus. Der Zuwachs der untersten 10 Prozent der Einkommen war in den Jahren 2000 bis 2011 sogar etwas stärker als bei den obersten zehn Prozent. "Der Mythos der wachsenden Einkommensschere in Österreich ist einfach nicht gegeben", betonte der IV-Generalsekretär. "Gerade in der Industrie ist eine faire Entlohnung schon immer 'state of the art' gewesen. Wir können sogar auf höhere Lohnabschlüsse sowohl für Facharbeiterinnen und Facharbeiter, als auch für Hilfsarbeiterinnen und Hilfsarbeiter verweisen als der Durchschnitt aller Kollektivverträge."

Der Vorwurf, die Reallöhne würden sinken, "ist rein rechnerisch falsch. Die Statistik Austria bezieht sich nur auf den nichtteilzeitbereinigten Durchschnittslohn oder den Medianlohn, der deswegen sinkt, weil auf Grund des Beschäftigungszuwachses die neuen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eher mit Löhnen unter dem Durchschnitts- bzw. des Medianlohns in den Arbeitsmarkt einsteigen. Dieses statistische Phänomen zeigt ein Mehr an Beschäftigung und nicht ein Weniger an Löhnen", so Neumayer. Die kollektivvertraglichen Lohnabschlüsse (Mindestlöhne bzw. "Soll-Löhne") seien in den vergangenen Jahren immer über der Inflationsrate gelegen. "Kein Land der Welt verfügt über eine derartige Dichte an Kollektivverträgen wie Österreich, daher kann keinesfalls von Reallohneinbußen für die einzelne Arbeitnehmerin, den einzelnen Arbeitnehmer, die Rede sein. Die Reallohneinkommen in Österreich sind ohne Ausnahme ständig gestiegen", betonte Neumayer.

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