EANS-News: Montega AG / mybet Holding SE: Schleswig-Holstein sprengt Staatsvertrag

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Analysten/Analyse, Aktie, Research, Kaufen

Hamburg (euro adhoc) - mybet hat gestern als eines der ersten zwölf Unternehmen eine Lizenz für die Veranstaltung und den Vertrieb von Online-Casinospielen in Schleswig-Holstein (SH) erhalten. Die Genehmigung gilt bis zum 18. Dezember 2018. mybet kann nun das bestehende Angebot für deutsche Kunden rechtssicher um Casino- und Pokerprodukte erweitern (ausgenommen sind lediglich Tischspiele wie Roulette). Analog zur Sportwette wird eine Steuer von 20% auf den Rohertrag erhoben.

Auswirkungen für mybet

Schleswig-Holstein hat mit diesem Schritt eine europa- und verfassungsrechtskonforme Regelung getroffen, die u.E. die restlichen Bundesländer enorm unter Druck setzt. Deren Glücksspielstaatsvertrag verbietet Online Casino. Insofern stellt sich SH mit der nun erfolgten Lizenzvergabe komplett gegen den Entwurf der anderen Bundesländer.

Für mybet bedeutet dieser Schritt, dass nun ein umfangreiches Glücksspielangebot (Sportwette UND Casino/Poker) legal zur Verfügung gestellt werden kann. Im Einzelnen sehen wir folgende Auswirkungen:

- Werbung: Das Bewerben dieser nun legalen Produkte wird erleichtert. Auch wenn es noch keine deutschlandweite, einheitliche Regelung gibt, werden sich die Medien sukzessive für Glücksspielwerbung öffnen.

- Cross-Selling: Der Fokus von mybet liegt weiterhin auf der Sportwette. Allerdings können nun durch die Erweiterung des Angebots Cross-Selling Potenziale besser genutzt werden.

- Sentiment: Bisher bewegten sich sowohl die Spieler als auch die Anbieter in einer rechtlichen Grauzone. Durch die Entscheidung von SH sollte sich der Ruf des Online Glücksspiels weiter verbessern.

Fazit: Richtungsweisende Entscheidung

Wie erwartet hat sich das Sentiment in den letzten Monaten sukzessive verbessert. Die Aktie von mybet hat entsprechend seit Juli um mehr als 40% zugelegt. Die Entscheidung Schleswig-Holsteins für eine regulierte Öffnung des Glücksspielmarktes setzt die restlichen Bundesländer enorm unter Druck. Eine Situation, in der Online Casino in Schleswig-Holstein erlaubt und in Hamburg verboten ist, kann politisch nicht gewollt sein. Mit der Lizenzvergabe hat SH Fakten geschaffen, auf die die restlichen Bundesländer nun reagieren müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die restlichen 15 Bundesländer dem Modell von SH annähern, ist u.E. deutlich gestiegen. Wir stufen die Aktie weiterhin mit dem Urteil Kaufen und einem Kursziel von 2,10 Euro ein.

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