"profil": An der Urologie-Klinik in Innsbruck wurden Patienten heimlich gefilmt

Betriebsrat Tiefenthaler informierte das Rektorat und den Datenschutzbeauftragten: "Illegal und völlig inakzeptabel"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, wurde an der Innsbrucker Uniklinik für Urologie in einem Brandmelder eine Kamera entdeckt. Sie filmte Patienten auf dem Weg zur Toilette, in den Operationssaal und ins Kammerl, in dem Männer sich zur Spermienabgabe zurückziehen. Die Kamera war von außen nicht erkennbar, die Patienten wussten nicht, dass sie überwacht wurden. Der Betriebsrat für das wissenschaftliche Personal, Martin Tiefenthaler, informierte am Mittwoch den Datenschutzbeauftragten und das Rektorat. Einer Überwachung des Spitalspersonals müsste der Betriebsrat zustimmen. Diese Genehmigung gebe es nicht, erklärt Tiefenthaler: "Die versteckte Kamera ist illegal und völlig inakzeptabel." Der Sprecher des Krankenanstaltenträgers Tilak rechtfertigte die heimliche Videoüberwachung gegenüber profil mit Diebstählen im OP.

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