Schülerunion ad BMUKK: Weihnachtswunschzettel für die Zentralmatura 2013/14

Durch Verschiebung gewonnene Zeit wird nicht genutzt

Wien (OTS) - Seit der Verschiebung der Zentralmatura sind einige Monate vergangen. Die zusätzliche Zeit wurde jedoch kaum genutzt. Die Baustellen der Zentralmatura, welche eine Verschiebung letztes Jahr unumgänglich gemacht haben, werden ignoriert. Anlässlich des Weihnachtsfestes schreibt die Schülerunion daher fünf Forderungen auf den Wunschzettel ans BMUKK.
- Endlich Reglung für "Durchfaller" finden:
Immer noch ungeklärt ist, was mit Schülern geschehen soll, die laut aktuellem Stand nach dem "alten" Maturasystem maturieren müssten und das Schuljahr nicht positiv abschließen. Diese Repetenten fallen durch die Wiederholung einer Klasse, quasi unvorbereitet, in einen Zentralmatura-Jahrgang. Der Schüler ist im Nachteil gegenüber bereits auf die Zentralmatura trainierten Klassenkameraden.
- Beurteilungsschlüssel per Verordnung festlegen:
Der Beurteilungsschlüssel für die Zentralmatura ist momentan der Willkür des Bifie unterworfen, da er immer noch kein genügend definierter Bestandteil einer Verordnung ist. Mittlerweile, einen Jahrgang vor der Zentralmatura, müssen die Beurteilungskriterien jedoch festgeschrieben sein, damit die Schulen damit arbeiten können. - Faire Regelung bezüglich erlaubter Hilfsmittel:
Nach wie vor dürfen je nach Schultyp Wörterbücher und Taschenrechner manchmal verwendet werden, manchmal muss der Schüler ohne Hilfsmittel auskommen - eine unfaire Regelung. Unterschiedlich fortgeschrittene Kenntnisse in den jeweiligen Fächern müssen durch den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben berücksichtigt werden - nicht durch Hilfsmittel.
- Schultypen kennen, Unterschiede erkennen und Reformen anpassen:
Besonders beim Umgang mit einigen BMHS-Schultypen hinsichtlich der Zentralmatura, wirkt es als würde Ministerin Schmied die Schultypen des eigenen Landes kaum kennen. In Bakip beispielsweise herrscht in dem Jahrgang, der von der Verschiebung betroffen ist, ein Informationsdefizit bezüglich der Vormatura im Fach Mathematik. Laut altem Lehrplan war diese Vormatura üblich. Für die nach neuem Lehrplan unterrichteten Schüler ist nun nicht klar, ob es eine Vormatura geben soll oder nicht.
- Winterschlaf beenden und endlich tätig werden:
Statt das zusätzliche Jahr Vorbereitungszeit optimal auszunutzen, scheint das BMUKK momentan in einen Winterschlaf gefallen zu sein. Es wird Zeit endlich Problemen ins Auge zu sehen und diese zu lösen. Die Zentralmatura 2013/14 darf kein Probeversuch auf Kosten der Schüler werden!

Die Schülerunion ist die größte Interessensvertretungsorganisation für Österreichs Schüler. Über 30000 Mitglieder vernetzen sich, um sich auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene für eine Verbesserung der Schule auf Basis der Schülerinteressen einzusetzen. Entsprechende Forderungen bringt die Schülerunion zusätzlich im Rahmen der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie in diesem Schuljahr 27 von 29 Mandaten hält.

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