Samariterbund drängt auf rasche Umsetzung der Pflege-Strukturreform

Hundsmüller: "Wir kennen den Weg, jetzt müssen wir ihn auch beschreiten."

Wien (OTS) - "Der Samariterbund hat immer wieder betont, dass die Pflege in Österreich auf neue Beine gestellt werden muss. Es ist erfreulich, dass es für diese Strukturreform nun eine klare Strategie und einen breiten Konsens gibt", kommentiert Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs die Resultate der Arbeitsgruppe Pflege-Strukturreform. Insbesondere die bundesweite Harmonisierung der Pflegeangebote und -kosten sowie das klare Bekenntnis dazu, Pflegeberufe attraktiver zu machen, begrüßt der Samariterbund. "Schon heute haben wir zu wenig Pflege-Fachpersonal. Wir wissen aber, dass die Anzahl Pflegebedürftiger steigen und der Anteil pflegender Angehöriger sinken wird. Stationäre und mobile Pflegeangebote müssen ausgebaut werden - aber das geht nur mit gut ausgebildeten, motivierten Pflegefachkräften", erläutert Hundsmüller. Die unterstützenden Maßnahmen für pflegende Angehörige, die im Papier der Arbeitsgruppe vorgesehen sind, seien ebenso wichtig.

Dass im Finanzierungsmodell der Arbeitsgruppe sowohl eine Pflegeversicherung als auch eine weitere Belastung des Faktors Arbeit abgelehnt werden, entspricht ebenfalls langjährigen Forderungen des Samariterbundes. Es liege aber auf der Hand, dass ein konkretes Finanzierungsmodell für die steigenden Pflegekosten vorgelegt werden müsse. "Die Zeit drängt, denn im Jahr 2016 läuft der Pflegefonds aus. Wenn der Pflegefonds zur Dauerlösung werden soll, dann brauchen wir ein nachhaltiges Finanzierungsmodell", so Hundsmüller.

Nach den Absichtsbekundungen müssten jedoch nun Taten folgen, betont der ASBÖ-Bundesgeschäftsführer: "Wir kennen das Ziel, wir kennen den Weg, aber jetzt müssen wir ihn auch beschreiten und rasch konkrete Maßnahmen setzen. Bis die Reformmaßnahmen greifen, wird es ohnehin einige Jahre dauern. Mein Appell an die Politik ist: Beginnen wir hier und jetzt mit der Umsetzung der Strukturreform", so Reinhard Hundsmüller abschließend.

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