PflegeschülerInnen beschenken obdachlose Menschen

Weihnachten in der JOSI

Wien (OTS) - Gerade für obdachlose Menschen sind Weihnachtsfeiertage oft eine emotional schwierige Zeit. In der JOSI, dem Tageszentrum für Obdachlose und Straßensozialarbeit von "wieder wohnen" GmbH, wird diese Zeit deshalb besonders gefeiert: "Neben einem kleinen Geschenk gibt es auch ein kostenloses Festessen. Unser Fest ist zu einer besonders wertvollen Tradition geworden, besonders auch für unsere MitarbeiterInnen", erklärt Alexander Minich, Leiter der JOSI.

Über 150 SchülerInnen der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege am AKH Wien organisierten auch heuer wieder Hauben, Handschuhe und Süßigkeiten und verwandelten sie in 200 festliche Geschenkpackerl. Gemeinsam mit JOSI-MitarbeiterInnen verteilen einige von ihnen als freiwillige HelferInnen dann am 24.12. die Geschenke an die BesucherInnen des Tageszentrums. Nora Kobermann, Freiwilligenkoordinatorin von "wieder wohnen", freut sich über dieses Engagement: "Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass jemand gerade zu den Weihnachtsfeiertagen seine Zeit spendet - dafür wollen wir uns bedanken." Geplant und koordiniert wird das Weihnachtsprojekt von einer Gruppe von 15 SchülerInnen. Heuer sind außerdem erstmals einige SchülerInnen der Handelsschule HAK/HAS Sacré-Coeur an der Aktion beteiligt.

Praktikum mit Mehrwert

Seit drei Jahren können die SchülerInnen der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege am AKH Wien ihr Praktikum in der JOSI absolvieren. Von dieser Kooperation profitieren alle Beteiligten: Die PaktikantInnen erfahren einen direkten und selbstverständlichen Kontakt mit Menschen, die auf der Straße leben, lernen deren Lebensgeschichten und Hintergründe kennen und können somit in ihrer täglichen Arbeit dieser Zielgruppe besser unterstützen. "Trotz des anforderungsreichen Alltags berichten unsere Auszubildenden von der Ruhe, der Besonnenheit und dem professionellen Umgang mit den JOSI-KundInnen. Viele sind der Meinung, dass man an keiner anderen Praktikumsstelle so vorbildhaft Gesprächskultur vorgelebt bekommt", sagt Lehrgangsbetreuerin Elisabeth Nabegger-Exinger, die auch die JOSI-Projektgruppe betreut.

Die JOSI bietet an 365 Tagen Unterstützung für obdachlose Menschen:
Die BesucherInnen können Kaffee trinken, Wäsche waschen, plaudern, es gibt Sozialberatung, Koch- und Duschgelegenheiten, Depots für Wertsachen und Dokumente. Heuer feiert die JOSI zum zweiten und letzten Mal Weihnachten im "Exil" in Meidling: Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten am angestammten Standort Josefstädterstraße wird die JOSI 2013 wieder zurück übersiedeln.

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